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zukunft jetzt | Nr. 4/2016 | Ausgabe Berlin-Brandenburg

Leben Ausgabe 4.2016 zukunft jetzt 11 D iese Übung endet mit einer Überraschung: Therapieleiter Dieter Beh fordert seinen Kurs auf, im Stehen mit ausgestrecktem Arm sich so weit wie möglich nach hinten zu drehen. „Bis es nicht mehr geht“, motiviert er die elf Teilnehme- rinnen und Teilnehmer seines Prä- ventionsseminars in der Rehaklinik Überruh im Allgäu. Dann lässt er die Teilnehmer wieder den Arm sen- ken. Sie sollen nun die Übung mit geschlossenen Augen im Geist aus- führen: „Jetzt stellen Sie sich aber vor, dass Sie sich noch weiter drehen können.“ In Gedanken klappt das gut. Doch dann sollen seine Schüler die Übung noch ein- mal ganz real durchführen. Ein un- gläubiges Raunen geht durch die Runde: Diesmal können alle den Oberkörper viel weiter drehen als zuvor. Niemand spricht es aus, jedem ist es sofort klar: Wenn nur die Einstellung stimmt, schafft man seine Ziele. An dieser Einstellung werden die Teilnehmer in den nächsten Tagen arbeiten. Jeder hat sein Ziel: ein bes- serer Umgang mit Stress, mehr Gelassenheit, mehr Struktur im Leben, beweglicher werden oder – wie Torsten Fruh (45) – „Gewicht ab- bauen“. 106 Kilo hat sich der Computer- spezialist „angefressen“, wie er selbstkritisch sagt. „Um die 90 Kilo“, so definiert er sein langfristiges Ge- wichtsziel. Eitel ist er nicht, aber zwei Dinge will er erreichen: Sein Sohn ist vier Jahre, „ich will wieder mit dem Bub toben können, der for- dert mich richtig“. Und da war noch die Sache mit dem Gesundheitscheck zu Beginn des Prä- ventionskurses in der Klinik Überruh. Nach der Durchsicht der Laborwerte fragt ihn eine Ärztin: „Und, wollen Sie Diabetes bekommen?“ Fruh er- schrickt: „Geahnt habe ich es schon, dass ich Gefahr laufe – jetzt weiß ich es. Das ist ein Unterschied.“ Ein Schwabe macht ernst Torsten Fruh sieht das Präventions- programm der Rentenversicherung als Initialzündung. Ab jetzt gilt’s. In der Lehrküche hat Torsten Fruh viel gelernt – auch, dass Genuss und Abnehmen kein Widerspruch sind. Mit dieser Übung zeigt Trainer Dieter Beh, dass Teilnehmer mehr schaffen, als sie denken.

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