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zukunft jetzt | Nr. 4/2016 | Ausgabe Berlin-Brandenburg

Leben 12 zukunft jetzt Ausgabe 4.2016 Eine Initialzündung, sein Leben zu ändern – das erhofft er sich von dem Präventionsprogramm, das die Deut- sche Rentenversicherung zahlt. „Unsere Programme setzen auf vier Kernelemente“, erklärt der Chefarzt des Reha-Zentrums Über- ruh, Dr. Thomas Bösch: „Erstens Sport- und Bewegungstherapie, zweitens Stress- und Burn-out- Prophylaxe, drittens lehren wir ge- sunde Ernährung und viertens vermitteln wir Entspannungstech- niken. Nur diese Kombination sichert einen nachhaltigen Erfolg.“ 36 Würfel Zucker Nach Knieverletzungen läuft es für Fruh mit dem Sport seit 2009 nicht mehr so richtig. Er rostet ein, isst zu viel und davon besonders gern das Falsche. Torsten Fruh ist eine Froh- natur, trifft sich gerne mit Freunden und liebt regionale Spezialitäten aller Art – eben ein Schwabe. Verübeln kann man ihm den Lebenswandel nicht. Aber er schadet seiner Ge- sundheit. So sitzt er jetzt in einem Seminar- raum der Klinik und lernt jeden Tag, was er ab nun schlauer machen kann. Sarah Mohr hat zum Zucker- quiz geladen: Verdutzt schauen die Teilnehmer, als sie erfahren, dass in einem Frühstück aus zwei Scheiben Brot, einer Tasse gesüßtem Kaffee, Butter und Marmelade umgerechnet 36 Würfel Zucker stecken können. „Die im Brot enthaltene Stärke wan- delt der Körper in Zucker um“, er- klärt die Ernährungswissenschaftle- rin. Wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt ab – so einfach ist die Rechnung. Mohr rät zum Frühstück aus Quark, Beeren und Nüssen. Ruhe bewahren In einer weiteren Einheit mit Dieter Beh geht es um den Umgang mit Stress und Hektik. „Wenn Stress auf- kommt, sind wir alle doch so ge- strickt, dass wir gleich losrennen“, gibt Adilbish Dulamdorj selbstkri- tisch zu. Die 51-Jährige ist Betriebs- wirtin, Stress steckt sie nicht mehr so gut weg wie früher. Beh gibt hand- feste Tipps: „Ruhig bleiben, erst die Situation analysieren, nicht in Hektik verfallen.“ Fast immer seien dann auch die Arbeitsergebnisse besser. Ein zweiter Tipp ist noch einfacher: „Ich bin überzeugt, dass der Bedarf an Präventionsleistungen steigt. Schon allein aufgrund des Fachkräftemangels. Die Betriebe haben ein Interesse, dass ihre Beschäftigten gesund bleiben. Zudem werden Arbeitnehmer künftig länger arbeiten. Aber auch das Gesundheitsbewusst- sein hat sich geändert: Man will vorbeugen und seinen Arbeits- platz gesund ausfüllen.“ Dr. Thomas Bösch Chefarzt Klinik Überruh ∏ NACHFRAGE STEIGT Das Wasser sorgt für Widerstand – und das stärkt die Muskeln. Sehnenscheidenentzündungen sind schmerzhaft – aber vermeidbar. Präventionsexperte Dieter Beh zeigt effektive Dehnübungen ...

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