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zukunft jetzt | Nr. 4/2016 | Ausgabe Berlin-Brandenburg

Leben Fotos: wdv/J. Lauer Ausgabe 4.2016 zukunft jetzt 13 „Über die Körperhaltung nehmen wir Einfluss auf die Gefühlswelt. Achten Sie auf Körperspannung, sit- zen Sie aufrecht, lächeln Sie“, rät Dieter Beh. Wer Herausforderungen so begeg- net, bewältige sie besser. Auch über die Atmung, gezielte Pausen und durch kleine Übungen lernen die Teilnehmer, Belastungen zu redu- zieren. „Ich habe hier erfahren, wie man negativen Stress im Vorfeld er- kennt und abbaut. Das klappt schon jetzt ganz gut“, freut sich Edelme- tallkassierer Abdul Cilhüseyin (38), der erst drei Tage Schulung hinter sich hat. In seinem Job muss man manchmal „ganz gut anpacken“, wie er sagt. Torsten Fruh arbeitet vorwiegend im Sitzen. Was ihn und Cilhüseyin eint, ist die Beanspruchung von Armen und Händen. Sehnenschei- denentzündungen kennen einige Teilnehmer nur zu gut. Und weil Prävention Vorbeugung heißt, gibt es am Nachmittag Dehnübungen im Park der Klinik. Auch wenn sie ein wenig schmerzen, schon nach weni- gen Übungen zeigen sich bei allen Teilnehmern erste Erfolge. Das Reha-Zentrum Überruh der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg ist eine Fachklinik für innere Medizin und Erkrankungen der Bewe- gungsorgane. Sie liegt eingebet- tet in die Wälder des Allgäus in der Nähe von Isny. Rund 1 600 Teilnehmer nehmen pro Jahr dort an unterschiedlichen Prä- ventionsprogrammen teil. Dabei findet nur die erste Initialphase direkt in der Klinik statt. Ihr schließt sich eine 12-wöchige Trainingsphase mit Unterstüt- zung von Experten in Wohnort- nähe an, bevor die Teilnehmer in der Eigeninitiativphase alleine ihre Ziele umsetzen. Ein halbes Jahr nach dem ersten Aufenthalt trifft sich die Präven- tionsgruppe zu einem „Refre- sher“ im Reha-Zentrum wieder (siehe Seiten 4/5). Viele berichten dann schon stolz von greifbaren Erfolgen. www.rehaklinik-ueberruh.de ∏ KLINIK ÜBERRUH Einen Film zur Reportage sehen Sie im eJournal von „zukunft jetzt“ auf www.deutsche- rentenversicherung.de ∏ FILM-HINWEIS Doppelte Unterstützung Auch bei Torsten Fruh, der weiß, dass er jetzt dranbleiben muss. Die Chancen könnten nicht besser sein: Das Präventionsprogramm der Deutschen Rentenversicherung beinhaltet eine zwölfwöchige Trai- ningsphase. „Einmal die Woche geht es bei mir in der Nähe zum Sport- kurs. Da helfen mir dann wieder Experten“, erklärt Fruh. Zusätzlich fährt er ab sofort mehrmals die Wo- che mit dem Fahrrad zur Arbeit. Bosch, sein Arbeitgeber in Leinfel- den-Echterdingen, gab ihm für die Tage in der Klinik frei. Die Betriebs- ärztin hatte ihm das Präventionspro- gramm empfohlen. Das rechnet er seinem Arbeitgeber hoch an. Auch seine Ehefrau wird ihn unterstützen. „Bei uns wird jetzt zu Hause auch die Küche umgestellt: weniger Kalorien, viel Gemüse – meine Frau findet das sogar richtig prima“, verkündet Fruh kurz vor seiner Abreise aus der Klinik. Das war im Juli. Jetzt ist es Herbst und Torsten Fruh ist dicht an seiner 100-Kilo-Grenze. Er bleibt ehrgeizig. Auch hier zeigt sich: ein typischer Schwabe. ... die Torsten Fruh in seinem Job in der IT-Abteilung gut brauchen kann. Die Betriebsärztin war es, die ihm einen Präventionskurs empfahl. der Nähe von Isny. Rund 1600

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