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zukunft jetzt | Nr. 4/2016 | Ausgabe Berlin-Brandenburg

Und bei höherer Intensität? Wenn man sich „sportlicher“ bewegt, reichen laut WHO schon 75 Minuten pro Woche. Auch Menschen, die nur am Wochenende Sport trei- ben, profitieren von den positiven Effekten. Gibt es auch kurzfristige Effekte? Ausdauersport steigert die Kondition. Moderate körperliche Aktivität mindert die Infektanfällig- keit. Man wird insgesamt leistungsfähiger und steigert das psychische Wohlbefinden. Was sind die häufigsten Ernährungsfehler? Zunächst die gute Nachricht: Es gibt in Deutschland keinen Nährstoffmangel. Aber es werden im Durchschnitt immer noch zu wenig Vollkorn- und Milchpro- dukte, Ballaststoffe, Gemüse und Obst ge- gessen. So fehlt es etwa an Folat, Jod und insbesondere Frauen an Eisen. Zudem wird in Deutschland zu viel Fleisch und zu wenig Fisch gegessen. Was ist an Fleisch das Problem? Es enthält ungesunde „Begleitstoffe“ wie Fett, gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Purine. Zu viel von diesen Stoffen begünstigen Übergewicht, Gicht und ver- stopfen Adern. Zudem gibt es Hinweise, dass das Darmkrebsrisiko steigt, wenn sehr viel rotes Fleisch und Fleischwaren verzehrt werden. Welche Fette sind gesünder? Um Herz-Kreislauf-Krankheiten und Stoffwechselstörungen vorzubeugen, soll- te man tierische durch pflanzliche Fette ersetzen. Also anstatt zu Butter, Schmalz, Kokos- und Frittierfett eher zu Raps-, Oli- ven- oder Walnussöl greifen. Ausgenom- men ist fetter Seefisch, der viele wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält. Zur Ernährung gehört auch das Trinken ... ... und da werden noch viel zu viele zucker- haltige Getränke konsumiert – auch von » Die große Auswahl an Lebensmitteln ist ein wunderbares Privileg. « Leben 16 zukunft jetzt Ausgabe 4.2016 Sie werben für mehr Bewegung, warum? Nach Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO rangiert Bewegungsmangel auf Platz vier der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von chronischen Krankheiten und ist damit genauso gefährlich wie das Rauchen. Bewegungsmangel begünstigt die Entstehung von Diabetes, Herz- Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfällen. Wie viel sollten wir uns denn bewegen? Die WHO empfiehlt 150 Minuten moderat kör- perliche Aktivität pro Woche. Wer sich fünfmal die Woche jeweils 30 Minuten am Tag bewegt, kann dieses Tagespensum auch in dreimal zehn Minuten aufteilen. „Moderat“ bedeutet, dass die Herzfrequenz und die Atmung etwas ansteigen. Unter „Bewegung“ fallen also schon Aktivitäten wie der Mittagsspaziergang ums Bürogebäude. Prof. Dr. Klaus Pfeifer, Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl Gesundheit und Bewegung » Schon 3-mal 10 Minuten Bewegung am Tag verbessert die Gesundheit. «

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