Beim Zukunftscampus in Berlin entwarfen Mitarbeiter der Rentenversicherung gemeinsam
neue Arbeitsformen.
Beim Zukunftscampus in Berlin entwarfen Mitarbeiter der Rentenversicherung gemeinsam neue Arbeitsformen.



Die alltägliche Revolution

 

Die Zukunft der Arbeit lässt sich ohne Digitalisierung nicht denken. Deshalb veranstaltete die Rentenversicherung Ende September einen dreitägigen Zukunftscampus in Berlin. Unter dem Label „Arbeit.Neu.Denken“ trafen sich rund 100 ausgelernte Nachwuchskräfte aller Träger der Deutschen Rentenversicherung. Sie sollten aktuelle Trends kennenlernen und darauf Eigenes entwickeln. Den ersten Impuls setzte KeynoteSpeaker Christoph Magnussen, Entrepreneur und Gründer des Beratungsunternehmens BlackBoat. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, „New Work“ in die Unternehmen zu bringen. Motto: „Wir befreien unsere Kunden von alten Arbeitsweisen & Technologien.“ Auch wenn sich selbst unter den jungen Mitarbeitern wohl nicht alle eine ganz so radikale Befreiung wünschten, so entwickelte sich im Anschluss doch eine angeregte Diskussion darü- ber, was sich in der täglichen Arbeit bei der Rentenversicherung verändern kann und soll, ja vielleicht sogar muss. Passend dazu appellierte ein weiterer Gastredner an die Teilnehmer, sich ihres Wertes für das Unternehmen bewusst zu sein. Matthias Patz war vom IT-Dienstleister der Deutschen Bahn, DB Systel, gekommen und forderte alle Teilnehmer auf, sich als Botschafter für die Digitalisierung zu begreifen, auch über die Hierarchieebenen hinweg.

»Bei Digitalisierung geht es nicht nur um IT und Technik, sondern auch um Haltung, unternehmerische Verantwortung und neue Formen von Arbeit.«

Matthias Patz, DB Systel

Wir müssen lernen, über Grenzen hinauszudenken“, so eine Teilnehmerin. Was das genau bedeutet und wie es gelingt, darum ging es am zweiten Tag. In Design-Thinking-Workshops entstanden Lösungen zu vier Themen: Recruiting, Kunde, Wissensmanagement und Arbeiten bei der Deutschen Rentenversicherung. Ihre Ideen prä- sentierten die Teilnehmenden dann in Form verschiedener Kreativtechniken. Am Ende trugen 16 Teams (vier pro Thema) in unterhaltsamer Form spannende – und zumeist digitale – Ansätze vor. Zum Beispiel die Mitarbeitergewinnung durch ungewöhnliche Stellenausschreibungen; Youtube-Kanäle mit Tutorials; trägerübergreifende, interne Wissensplattformen; Künstliche Intelligenz für die umfassende und direkte Kundeninformation; sowie weitere betriebliche Maßnahmen für zufriedene, gesunde Beschäftigte. Am Ende des Campus zeigten sich viele junge Mitarbeiter begeistert: „Es waren drei großartige Tage, an denen wir ganz anders arbeiten konnten, als wir es bislang gewohnt sind“, fasste eine Teilnehmerin im abschließenden Plenum zusammen. „Diese Atmosphäre möchte ich mitnehmen und in unserem Haus weitergeben.“