Haushaltshilfen im 21. Jahrhundert finden

 

Eine Haushaltshilfe anzustellen, setzt ein hohes Maß an Vertrauen voraus. Befragte, die aktuell eine Haushaltshilfe beschäftigen, haben diese meist über Empfehlungen von Familienangehörigen, Nachbarn, Freunden oder Bekannten gefunden. In dieses Bild passt, dass 90 Prozent aller Befragten der Meinung sind, eine Haushaltshilfe sollte man am besten über persönliche Empfehlungen suchen. Der Nachteil: Diese Form der Suche ist oft langwierig und bleibt häufig erfolglos.

Mühevolle Suche

So weit die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Minijob-­Zentrale durchgeführt hat. In der Umfrage zeigt sich, dass rund zwei Drittel der Deutschen finden, dass es heutzutage schwierig ist, eine gute und vertrauensvolle Haushaltshilfe zu finden. Zugleich erfreuen sich Online-Plattformen für die Suche von Dienstleistungen und Produkten immer größerer Beliebtheit. Für viele Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, online den Urlaub zu buchen, ein Restaurant zu finden oder Produktpreise zu vergleichen. Doch bei der Suche nach Haushaltshilfen werden Internet-Portale zurückhaltend genutzt. Noch – denn immer mehr Menschen können sich vorstellen, eine Haushaltshilfe auch online zu suchen.
„Eine persönliche Empfehlung transportiert mehr qualitative Information als eine Anzeige auf einem Portal“, erklärt Professor Dr. Daniel Veit, Inhaber des Lehrstuhls für Information Systems und Management an der Universität Augsburg. „Wie gut jemand zur Familie passt, wie sympathisch er ist – das lässt sich auf digitalen Plattformen nicht so leicht abbilden.“ Jedoch: Wer seine Dienste über ein Internet-Portal anbietet, unterstreiche damit seine Seriosität und seinen Willen zur Transparenz.
Die meisten, so die forsa-Umfrage, sehen Online-Portale als Hilfe: Sie ermöglichen eine mühelose Suche von zu Hause aus, so die Befragten. So hält eine Mehrheit von 52 Pro­zent die Suche nach Haushaltshilfen auf Online-Plattformen für einfach und bequem. Weitere Studienergebnisse legen nahe, dass die Suche sich in Zukunft stärker ins Netz verlagern könnte: So stehen viele Menschen ohne Haushaltshilfe der digitalen Suche größ- tenteils offen gegenüber. 57 Prozent der unter 30-Jährigen, die noch keine Haushaltshilfe beschäftigen, können sich vorstellen, eine solche über ein Internet-Portal zu finden. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es noch 40 Prozent. Sogar in der Generation 60 plus ist es für 22 Prozent derjenigen, die keine Hilfe im Haushalt beschäftigen, denkbar, eine solche über eine Online-Plattform zu finden.

Die Börse der Minijob-Zentrale

Die populärste Online-Plattform bei der Suche nach Haushaltshilfen ist laut Umfrage die Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale: Rund 18 Prozent der Befragten ist sie ein Begriff. Auf der Haushaltsjob-Börse kann der Nutzer nicht nur kostenlos und deutschlandweit eine Haushaltshilfe suchen, sondern diese auch direkt kontaktieren. „Die Chance ist groß, dass die voranschreitende Digitalisierung die Suche nach Haushaltshilfen schon bald verändern wird“, erklärt Heinz-Günter Held, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, zu deren Verbund auch die Minijob-Zentrale gehört. „Rund 36 Prozent der Menschen, die noch keine Haushaltshilfe beschäftigen, können sich vorstellen, diese online zu suchen“, so Held.

Info: Die Haushaltsjob-Börse

Nicht nur die Suche nach einer Haushaltshilfe auf www.haushaltsjob-boerse.de, sondern auch die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale erfolgt digital. Haben Arbeitgeber und Haushaltshilfe einander gefunden, ist die Anmeldung eines Minijobbers im Privathaushalt kinderleicht:
Einfach online unter www.minijob-zentrale.de/haushaltsscheck gemeinsam den Haushaltsscheck ausfüllen und an die Minijob-Zentrale senden. Telefonisch kann der Haushaltsscheck unter 0355 2902-70799 angefordert werden.