Bei der Beitragsberechnung zur Pflegeversicherung bleibt auch bei Pflichtversicherten alles wie bisher.
Bei der Beitragsberechnung zur Pflegeversicherung bleibt auch bei Pflichtversicherten alles wie bisher.



Entlastung für Betriebsrentner

 

 

Seit dem 1. Januar 2020 kommt für Betriebsrenten in der Krankenversicherung ein Freibetrag von einem Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße zur Anwendung. Im Jahr 2020 beläuft sich dieser Betrag auf 159,25 Euro. Nunmehr wird von der Betriebsrente nur noch der Betrag verbeitragt, der den Freibetrag übersteigt. Bis Ende 2019 waren Beiträge aus Betriebsrenten von versicherungspflichtigen Mitgliedern nur dann zu zahlen, wenn eine bestimmte Beitragsfreigrenze überschritten wurde. Wer eine höhere Betriebsrente bezog, musste vom gesamten Zahlbetrag Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.
 

Beispiel zum Freibetrag

Ein Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung erhält eine Betriebsrente in Höhe von 300 Euro monatlich. Diese ist grundsätzlich beitragspflichtig. Zur Krankenversicherung zahlt das Mitglied Beiträge nur aus dem über der Beitragsfreigrenze von 159,25 Euro liegenden Betriebsrentenanteil von 140,75 Euro. Im Gegensatz hierzu waren bis Ende 2019 Beiträge von der kompletten Betriebsrente abzuführen. Der Freibetrag gilt ausschließlich für laufende Betriebsrenten sowie betriebliche Kapitalauszahlungen etwa aus Direktversicherungen, die auf die Dauer von zehn Jahren verbeitragt werden. Die Neuregelung betrifft nur versicherungspflichtige Mitglieder. Freiwillig Versicherte zahlen weiterhin Beiträge von der gesamten Betriebsrente. Die Beitragsvergünstigung soll bereits ab dem 1. Januar 2020 wirken. Bis zur tatsächlichen, auch bei den Versicherten spürbaren Beitragsentlastung wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Sowohl aufseiten der Krankenkassen als auch der Zahlstellen der Betriebsrenten sind zunächst die technischen Voraussetzungen für die Anpassung der maschinellen Beitragsberechnungsprogramme und des Zahlstellenmeldeverfahrens zu schaffen. Aufgrund der erforderlichen Anpassungen im maschinellen Meldeverfahren kann weder von den gesetzlichen Krankenkassen noch von den Zahlstellen von Versorgungsbezügen eine verbindliche Aussage zum genauen Zeitpunkt der Beitragsumstellung getroffen werden.