Dank Flexirente können Versicherte seit Juli 2017 früher Sonderzahlungen leisten.
Dank Flexirente können Versicherte seit Juli 2017 früher Sonderzahlungen leisten.



Flexibel in Rente

 

 

Immer mehr Menschen zahlen freiwillig in die Deutsche Rentenversicherung ein. 31 Millionen Euro Sonderzahlungen gingen 2015 an die Versicherungsträger, 2018 waren es bereits 290 Millionen Euro. „Die freiwilligen Sonderzahlungen belegen, dass die Rentenversicherung für Stabilität und Vertrauen steht“, sagt Katja Braubach von der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Viele Versicherte finanzieren so ihren vorgezogenen Ruhestand. Ab dem 50. Lebensjahr können sie ihre Rentenansprüche aufbessern und mit Sonderzahlungen Abschläge bei früherem Rentenbeginn ausgleichen. Denn wer vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand geht, muss mit Verlusten rechnen: Jeder Monat kostet 0,3 Prozent der Altersrente. Wer zum Beispiel eine monatliche Rente von 1.200 Euro erwartet und sich zwei Jahre früher aus dem Arbeitsleben verabschieden möchte, muss auf 86 Euro Rente verzichten (7,2 Prozent). Lebenslang. Zum Ausgleich könnten Versicherte nach heutigem Stand gut 21.000 Euro extra einzahlen.

Das Verfahren ist einfach: Die Versicherten beantragen bei der Rentenversicherung eine besondere Rentenauskunft. „Auf dieser Grundlage wird der Ausgleichsbetrag errechnet“, erläutert Braubach. Voraussetzung sind mindestens 35 Versicherungsjahre vor dem voraussichtlichen Rentenbeginn.

Allerdings ist eine Ausgleichszahlung nur sinnvoll, wenn Geld übrig ist. Wer erbt, eine Abfindung erhält oder eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommt, für den lohnt es sich, zusätzlich einzuzahlen. Die Zahlungen können auf mehrere Jahre verteilt werden, um sie als steuerliche Sonderausgabe voll zu berücksichtigen. Die Sonderzahlung verpflichtet dabei nicht zum früheren Ruhestand. Wer weiterarbeitet, profitiert in dem Fall einfach von einer höheren Rente.
 

Mehr Infos unter: t1p.de/sonderzahlung