Zimmermann Josz setzt auf Sicherheit durch
Solidarität.
Zimmermann Josz setzt auf Sicherheit durch Solidarität.



Freiwillige vor!

 

 

Josz ist Zimmermann und kennt sich aus mit beruflichen Risiken. „Ich liebe einen Beruf“, sagt er. „Aber ich hatte einen Kollegen, der hatte einen Arbeitsunfall. Das hat den wirklich aus der Bahn geworfen. Ich habe da gelernt: Du darfst den Respekt nicht verlieren. Wenn du den verlierst, wirst du leichtsinnig.“ Respekt vor Leistungen, Respekt vor Risiken – und Respekt vor dem Alter: Daraus hat Josz seine Schlüsse gezogen. Als selbstständiger Handwerksmeister ist er einer von 4,22 Millionen Selbstständigen in Deutschland. 18 Jahre lang war er pflichtversichert in der Deutschen Rentenversicherung – und ist ihr bis heute treu geblieben. Viele Selbstständige sind automatisch über die gesetzliche Rentenversicherung pflichtversichert. Zum Beispiel Handwerker wie Josz. Sie zahlen in die Rentenversicherung ein, wenn sie zwei Voraussetzungen erfüllen: Sie müssen in die Handwerksrolle eingetragen und tatsächlich selbstständig tätig sein. Sogar als Gesellschafter einer Personengesellschaft, die in der Handwerksrolle eingetragen ist, sind Handwerker rentenversicherungspflichtig, wenn sie persönlich die Voraussetzungen für die Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen. Allerdings läuft die Versicherungspflicht irgendwann aus, nach dem Ende der Selbstständigkeit oder nach 216 Monaten Beitragszahlungen. Zu diesem Zeitpunkt stellt sich für Menschen wie Josz also erneut die Frage nach der richtigen Absicherung gegen Unfälle oder für das Alter.
 

Alle helfen sich gegenseitig

Josz entschied sich schnell, als er kürzlich Post erhielt: „Mich schreibt die Rentenversicherung an und fragt, ob ich weiterzahlen möchte oder nicht“, erzählt der Zimmermann. „Ich habe mich dann dazu entschieden, weiterhin in die Rentenversicherung einzuzahlen. Das Prinzip ist ja, dass sich alle gegenseitig helfen. Diese Idee der gesellschaftlichen Absicherung finde ich sensationell.“ Die theoretische Möglichkeit, sich aus der Pflichtversicherung zu verabschieden und seine Altersvorsorge ausschließlich privat aufzubauen, lockte den Zimmermann überhaupt nicht. Auch in Zeiten der sinkenden Zinsen ist die Deutsche Rentenversicherung zuverlässig und solvent geblieben – und damit langfristig eine attraktive Alternative. Viele Selbstständige bekennen sich daher zum Solidargedanken: Sie können freiwillige Beiträge leisten oder die Versicherungspflicht wie bisher fortführen und weiter Pflichtbeiträge einzahlen.
 

»Für Selbstständige kann es sich lohnen, weiter einzuzahlen.«

Katja Braubach, Deutsche Rentenversicherung Bund
 

Voller Versicherungsschutz

Für Josz als Versicherten bietet diese Vorsorge einen klaren Vorteil, erklärt Katja Braubach von der Deutschen Rentenversicherung Bund: „Für Selbstständige kann es sich lohnen, weiter Pflichtbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen, weil sie sich damit zum Beispiel den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente oder auf Reha-Maßnahmen erhalten.“ Der Vorteil für Pflichtmitglieder und zum Teil auch für freiwillige Beitragszahler ist demnach, dass sie den gesamten Schutz der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen können. Wie hoch die Rendite der Beiträge im Vergleich zu privaten Verträgen ist, lässt sich allerdings nicht genau vorhersagen. Das hängt davon ab, wie lange der Versicherte als Rentner krankenversichert sein wird, wie viel Steuern er zahlen muss und wie lange er am Ende lebt. „Weil ich heute freiwillig weiterzahle, bin ich später im Alter gut abgesichert“, sagt Josz. Und noch einen Vorteil hat er erkannt: „Das Gute an der Sozialversicherung ist ja, dass du verpflichtet wirst, dich um deine Altersversorgung zu kümmern.“
 

 

Mehr Infos unter: t1p.de/flexi-rente