Wer zu seiner sauberen Wohnung auch ein reines Gewissen haben möchte, sollte seine Putzkraft legalisieren.
Wer zu seiner sauberen Wohnung auch ein reines Gewissen haben möchte, sollte seine Putzkraft legalisieren.



Gerechtigkeit ist Trumpf

 

 

Ein legales Beschäftigungsverhältnis, ein angemessener Verdienst, Rentenanspruch und geregelte Arbeitsbedingungen – zu einem gerechten Umgang im Arbeitsumfeld zählen viele Aspekte. Wie bedeutend das Thema ist, zeigt die repräsentative Umfrage der Minijob-Zentrale durch das Umfrageinstitut Civey. Danach legt eine große Mehrheit, nämlich 87 Prozent der Befragten, Wert darauf, in einer legalen und angemeldeten Beschäftigung angestellt zu sein. Das gilt aber nicht nur für ihr eigenes Arbeitsverhältnis: Drei Viertel (74 Prozent) der Bundesbürger empfinden es laut dieser Umfrage als unerlässlich, dass Arbeitgeber auch ihre Haushaltshilfen legal beschäftigen. 95 Prozent der Befragten finden einen fairen Umgang mit anderen im Arbeitsumfeld generell wichtig. Einig ist sich die große Mehrheit auch bei der Ablehnung von Schwarzarbeit: Für 87 Prozent ist es persönlich von Bedeutung, in einem legalen Beschäftigungsverhältnis angestellt zu sein. Und das übertragen sie auch auf den Arbeitsplatz Privathaushalt, in dem immer noch viele Haushaltshilfen unangemeldet arbeiten: Knapp drei von vier Befragten (74 Prozent) ist es wichtig, dass Arbeitgeber im Privathaushalt ihre Haushaltshilfe bei der Minijob-Zentrale anmelden. Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) würden eine Haushaltshilfe erst gar nicht beschäftigen, wenn diese einer Anmeldung widersprechen würde. „Die Untersuchung verdeutlicht ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden der Befragten im Arbeitsumfeld. Das gilt auch für Haushaltshilfen“, erklärt Heinz-Günter Held, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, zu deren Verbund die Minijob-Zentrale gehört. „Für die Befragten ist es sehr wichtig, dass eine Haushaltshilfe legal beschäftigt wird. Doch auch eine gerechte Bezahlung ist für 47 Prozent der Befragten ein zentraler Faktor bei der Arbeit im Privathaushalt, gefolgt von einer Unfallversicherung und guten Arbeitsbedingungen“, so Held weiter.
 

Beide Seiten profitieren

Trotz des hohen Gerechtigkeitsempfindens ist Schwarzarbeit weit verbreitet, auch im Privathaushalt. Laut Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. wird noch in rund neun von zehn Haushalten, die eine Haushaltshilfe beschäftigen, schwarz geputzt. Der Großteil der Befragten (74 Prozent) vermutet, dass die Vermeidung von Abgaben ein wesentlicher Grund bei der Entscheidung gegen die legale und offiziell angemeldete Beschäftigung ist. Heinz-Günter Held erläutert: „Entgegen dieser Annahmen zahlen Arbeitgeber nur geringe Abgaben in Höhe von 14,69 Prozent vom monatlichen Verdienst ihrer Haushaltshilfe. Sie können zudem ihre Steuerschuld um 20 Prozent der Gesamtaufwendungen für die Haushaltshilfe reduzieren, und zwar bis zu 510 Euro im Jahr. Darüber hinaus sind sie bei einem Unfall ihrer Haushaltshilfe vor möglichen Schadensersatzansprüchen geschützt.“ Haushaltshilfen, die durchschnittlich bis zu 450 Euro im Monat verdienen, müssen bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Als Arbeitnehmer profitieren sie durch die Anmeldung nicht nur von einem umfassenden Schutz im Falle eines Unfalls. Mit eigenen Rentenversicherungsbeiträgen erwerben sie auch Ansprüche auf das volle Leistungspaket der Rentenversicherung.
 

Private Arbeitgeber können ihre Haushaltshilfe online anmelden unter minijob-zentrale.de/haushaltsscheck oder das Formular dazu telefonisch anfordern: 0355 - 290 270 799
 

Minijob- Zentrale für unterwegs

Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit: Podcasts sind beliebte Begleiter
 

Das „Minijob-Magazin“ zum Hören ist extrem
praktisch – nicht nur für Pendler.

Mit ihrem neuen Audioformat, dem „Minijob-Magazin“, bietet die Minijob-Zentrale Wissenswertes rund um Minijobs zum Hören an. Mit dem Minijob-Magazin erhalten Arbeitgeber, Minijobber und alle, die sich für das Thema Minijob interessieren, regelmäßig wichtige Informationen nun auch im Audio-Format. So sind nicht nur Blog-Abonnenten, sondern zukünftig auch alle Podcast-Hörer stets auf dem Laufenden, was aktuelle Entwicklungen und Tipps rund um Minijobs angeht. Der Podcast ist zudem ein zusätzliches Angebot für Menschen, die blind oder sehbehindert sind.
 

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Die Blog-Beiträge der Minijob-Zentrale können ebenso einzeln angehört werden. Die Minijob-Zentrale bietet diesen Service auch vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit an. Wer sich einen Beitrag im Blog anhören möchte, findet direkt unter der Überschrift einen AudioPlayer. Mit einem Klick auf das Play-Symbol wird der Beitrag abgespielt. Die gesprochenen Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit professionellen Sprechern und sind nicht computergeneriert.
 

 

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