Eine Frau sitzt vor einem Monitor und lächelt zu einer Frau, die ihr gegenüber sitzt.



Endlich Klarheit

 

Ein Gespräch über den eigenen Ruhestand zu führen, kann schon ein bisschen nervös machen. Schließlich geht es um Existenzielles. Die 61-jährige Krankenschwester betritt gespannt das Beratungszimmer. Es liegt im Erdgeschoss des modernen Gebäudekomplexes der Deutschen Rentenversicherung Westfalen am Rande der Münsteraner Innenstadt. Sie hat sich auf den Termin vorbereitet, ihre Verträge und Unterlagen sind in einem dunklen Aktenordner abgeheftet. Den legt sie vorsichtig auf den Schreibtisch. Sie weiß noch nicht, ob es die richtigen Unterlagen sind. Sie weiß auch nicht, wie viel Rente sie erwartet, ab wann genau sie in den Ruhestand gehen darf und ob sie vielleicht jetzt schon ein paar Stunden weniger arbeiten könnte, ohne dass es große finanzielle Folgen für später hat.

 

»Mein Gegenüber hat volle Aufmerksamkeit verdient.«

Irmhild Venschott, Beraterin bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen

 

Ihr gegenüber sitzt Irmhild Venschott. Sie wird in der nächsten Stunde auf jede dieser Fragen zur Altersvorsorge eingehen. Sie wird Zahlen aufschreiben, Zahlen einkringeln und alles in Ruhe erklären. Sie wird verschiedene Optionen aufzeigen, die Vor- und Nachteile verdeutlichen. „Jeder hat meine volle Aufmerksamkeit verdient“, sagt Venschott. Seit vielen Jahren ist sie in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung tätig. Anders als kommerzielle Berater von Versicherungen und Banken haben Venschott und ihre Kollegen keine eigenen finanziellen Interessen. Sie verkaufen keine Verträge oder Policen und können deshalb völlig unabhängig und neutral beraten – am Telefon, per Video oder eben im persönlichen Gespräch vor Ort.

„Ich bin ein Zahlenmensch“, sagt die 53-jährige Münsteranerin. Auch mit rechtlichen Vorschriften und deren Zusammenhängen kennt sie sich bestens aus. Sie hat sogar bei der gesetzlichen Ausarbeitung der Riester-Rente mitgewirkt. Doch der direkte Kontakt mit Menschen macht ihr an ihrem Job immer noch am meisten Spaß. Und das merkt man.
„Wenn Sie zu mir kommen, kriegen Sie halt die volle Ladung“, scherzt Venschott, als die Krankenschwester über die vielen Zahlen staunt, die sie erklärt bekommt. Oder Venschott lobt das lückenlos geklärte Kundenkonto: „Das ist alles super, Sie haben sich ja optimal vorbereitet.“ Es wird gelacht und sofort wirkt die Versicherte viel entspannter.
Schon als Sachbearbeiterin wollte Venschott unbedingt in die Beratung gehen und qualifizierte sich so lange weiter, bis sie sich auf eine entsprechende Stelle bewerben konnte. „Es war die beste Entscheidung meines Lebens“, sagt Venschott. Sie hört oft – am Telefon ebenso wie im persönlichen Gespräch –, dass die Versicherten sich anderswo nicht gut genug beraten fühlen oder unsicher sind, ob die Tipps tatsächlich ihren Interessen dienen.

Ein Taschenrechner wird bedient.

Wissen weitergeben

Dass die Bevölkerung die Deutsche Rentenversicherung für vertrauenswürdig hält, hören nicht nur die Beraterinnen und Berater in den Kundengesprächen oft. Nicht zuletzt hat auch die jüngste Befragung der Deutschen Rentenversicherung 2020 gezeigt, dass hier ein Grundvertrauen gewachsen ist. 71 Prozent der Deutschen halten die staatliche Rente für die ideale Altersvorsorge – Platz 2 gleich nach der eigenen Immobilie. Vertrauen ist auch in Irmhild Venschotts Leben immer ein wichtiges Thema gewesen. Als Kind ist sie eine begabte und erfolgreiche Schwimmerin gewesen. Doch sie ist immer lieber in der Staffel geschwommen – in einem Team, in dem man sich klar aufeinander verlassen konnte, hat sie sich wohler gefühlt. 

Ähnlich ging es ihr später beim Fußballspielen. Im Tor konnte man auf sie zählen, aber sie spielte am liebsten dort, wo man sich blind vertrauen muss: auf dem Feld. Hier hat sie die Energie und das Selbstbewusstsein entwickelt, die Venschott auch im Beruf helfen. Mit 16 hatte sie bei der Deutschen Rentenversicherung angefangen, mitten in den Achtzigern. „Als junge Auszubildende war ich still und zurückhaltend“, sagt sie heute. „Erst die DJK Borussia Münster 07 hat mich zu der gemacht, die ich heute bin“, sagt sie. Bis zu ihrem 35. Lebensjahr spielte sie dort Fußball, heute gibt sie ihre Erfahrung und ihr Können an zwei Mädchenteams weiter. Die Generationen kümmern sich umeinander – ein bisschen wie auch bei der Deutschen Rentenversicherung selbst. Beim Fußball habe sie auch gelernt, dass die meisten Probleme durch mangelnde Kommunikation entstehen, erklärt Venschott.

Vertrauen zwischen den Generationen im Job und auf dem Platz: Venschott trainiert zwei Mädchenteams.
Mädchen spielen auf einem Platz Fußball.

Wahrheiten aussprechen

Was für den Fußball gilt, trifft auch auf ihr Beratungsbüro zu: „Klare Kommunikation ist meine Stärke.“ Schon bei der Begrüßung soll die Kundin sich ernst genommen fühlen. Deshalb steht für Venschott fest: „Egal wie viele sonst noch warten – wer vor mir sitzt, ist immer die Nummer eins.“

Jetzt gerade ist die 61-jährige Krankenschwester Venschotts Nummer eins. Die Beraterin sitzt aufrecht auf ihrem Stuhl, die Ellbogen liegen auf dem Schreibtisch, der Oberkörper ist leicht vorgeneigt. Sie schaut ihre Kundin konzentriert an, erklärt ihr, dass es den einen richtigen Weg bei der Altersvorsorge nicht gebe, auch weil Lebenssituationen sich verändern können, und dass es immer eine Abwägung zwischen verschiedenen Möglichkeiten ist. „Letztlich wissen wir erst auf dem Sterbebett, ob unsere Entscheidungen richtig waren“, sagt sie. Ihr ist klar, dass der Satz manche Menschen erschreckt. Doch es gehört für sie dazu, Wahrheiten auszusprechen, die ihren Kunden die nötige Klarheit verschaffen.

Dabei hilft auch ihr großer Taschenrechner. Es geht um die private Zusatzversicherung der Kundin und die Frage, ob sie sich mit 65 Jahren die Summe auf einen Schlag auszahlen lassen soll oder lieber eine Verrentung bekommen möchte. Venschott schaut noch einmal in die Versicherungspolice und dann auf ihren Taschenrechner: „Wenn Sie 88 Jahre alt werden, dann hat sich die Verrentung gerechnet.“ Die Frau lächelt, ein wichtiger Hinweis. Irmhild Venschott weiß, dass Entscheidungen für die Altersvorsorge reifen müssen. „Ein Ruhestand muss gut vorbereitet werden“, sagt sie deshalb. „Ich bin mir sicher, Sie kriegen das hin.“ Es sei wichtig, dass sie ihre eigenen Entscheidungen treffe, ergänzt die Beraterin. Die Frau nickt. Sie wirkt erleichtert, als sie all ihre Papiere wieder einpackt. Sie will jetzt erst einmal die auf der Grundlage der realen Zahlen aus der Beratung und der Ratschläge von Frau Venschott über ihre Optionen nachdenken. Und wenn sie so weit ist, kommt sie einfach noch mal wieder. Irmhild Venschott ist ja da, und auch bei der zweiten oder dritten Beratung ist sie wieder die Nummer eins

Neutrale Tipps

Eine Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung garantiert Versicherten zuverlässige Tipps und kostenlose Ratschläge zu Fragen aller Art: Wie erhalte ich später so viel Rente wie möglich? Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Ruhestand? Wie finanziert sich meine Reha-Leistung? Auch bei Fragen zur privaten Altersvorsorge kann man sich darauf verlassen, dass die Vor- und Nachteile objektiv und neutral erläutert werden.
Anders als private Unternehmen arbeitet die Deutsche Rentenversicherung als Behörde nicht gewinnorientiert. So müssen keine Überschüsse und keine Dividenden für Aktionäre erwirtschaftet werden. Der Vorstand und die Vertreterversammlung – das Parlament der Deutschen Rentenversicherung – arbeiten ehrenamtlich.

#einlebenlang online: www.drv-einlebenlang.de

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