Rentner können darauf vertrauen, dass ihre Renten mit der Lohnentwicklung steigen.
Rentner können darauf vertrauen, dass ihre Renten mit der Lohnentwicklung steigen.



Kurz & Knapp

Rente ist vertrauen

Ob die Rente wohl pünktlich auf dem Konto landet? Das Vertrauen in die Deutsche Rentenversicherung ist so groß, dass sich diese Frage glücklicherweise kein Rentner und keine Rentnerin stellt. Für die Versicherten ist es eine Selbstverständlichkeit, schließlich hat sich die Auszahlung der Rente bisher noch nie verzögert. Die Menschen können auch darauf vertrauen, dass sich ihre Rente an ihrem bisherigen Lebensstandard orientiert. Sie ist ein Spiegel des gesamten Erwerbslebens. Vor allem aber wissen Ruheständler, dass ihre Renten von der Wohlstandsentwicklung in Deutschland nicht abgekoppelt sind, sondern dynamisch mit der Lohnentwicklung steigen. 

Dynamische Renten

Doch das war nicht immer so. Durch Kriege und Wirtschaftskrisen ist das Rentensystem bis in die 1950er Jahre hinein nicht stabil gewesen. Von der Rente zu leben war damals kaum möglich, sie galt lediglich als Ergänzung. Und während Wirtschaft und Einkommen in den Nachkriegsjahren wuchsen, blieben die Rentnerinnen und Rentner vom wachsenden Wohlstand ausgeschlossen. Sie wurden zu den „Stiefkindern des Wirtschaftswunders“, wie es in der politischen Debatte damals hieß. Erst die Rentenreform 1957 holte die ältere Generation aus dem Abseits und legte den Grundstein für das Vertrauen in die Altersversorgung.

Trotz aller gesellschaftlicher und demografischer Veränderungen war die gesetzliche Rentenversicherung immer anpassungsfähig. In Zeiten von Weltkriegen und Währungsreformen und nach der Wiedervereinigung. Nahtlos wurden die DDR-Bürger in das Rentensystem einbezogen. Mit ihrem Umlageverfahren hat sich die gesetzliche Rentenversicherung in den vergangenen Jahrzehnten als stabile Säule der Alterssicherung in Deutschland bewiesen. Auf dieser Zuverlässigkeit basiert das Vertrauen von heute. 

Näheres zur Rentenreform im Jahr 1957 lesen Sie im Artikel Als die Rente eine Revolution erlebte

Alle Rentenkonten werden überprüft

1. Welche Grundrentenzuschläge werden derzeit berechnet?
Seit Februar 2022 werden Bestandsrenten mit einem Rentenbeginn ab 1992 überprüft. Niemand muss dafür einen Antrag stellen, denn die Überprüfung erfolgt automatisch. Anspruch auf den Zuschlag haben Menschen, die lange gearbeitet, aber wenig verdient haben und deren Rentenbezüge entsprechend niedrig ausfallen. Der Grundrentenzuschlag ist ein Plus zur bestehenden Rente.

2. Wer erhält schon jetzt den Grundrentenzuschlag?
Die Deutsche Rentenversicherung hat bereits die Konten aller Neurentner überprüft und die Bescheide auf den Weg gebracht. Auch bei den Menschen mit einer Grundsicherung sowie bei Renten mit einem Rentenbeginn vor 1992 wurde der Anspruch auf Grundrentenzuschlag schon durchgerechnet.

3. Warum dauert es so lange?
Die Deutsche Rentenversicherung muss für den Grundrentenzuschlag alle 26 Millionen Rentenkonten überprüfen und die Einkünfte der Rentner mit den Daten der Finanzämter abgleichen. Dies dauert zwar seine Zeit, doch der Zuschlag wird rückwirkend zum
1. Januar 2021 ausgezahlt.

Hier mehr Hintergrundinfo zum Thema: t1p.de/Grundrentenzuschlag-DRV

Eine Illustration der Deutschlandkarte mit einer Grafik über die Altersvorsorge.

Wie wichtig Altersvorsorge den meisten Menschen in Deutschland ist, zeigt diese Umfrage. Viele sparen mit der Riester-Rente oder legen ihr Geld an. Auch die eigene Immobilie gehört häufig zur Altersvorsorge dazu. Wegen der Pandemie ist die Sparquote derzeit besonders hoch.

QUELLE: VERBAND DER PRIVATEN BAUSPARKASSEN/2021

Anpassung des Rentenalters

Wer 1957 geboren wurde und in diesem Jahr 65 Jahre alt wird, für den verändert sich das reguläre Rentenalter. Seit Januar dieses Jahres gehen Versicherte mit 65 Jahren und elf Monaten in die reguläre Altersrente. Die Altersgrenze erhöht sich schrittweise weiter, sodass im Jahr 2031 das neue Rentenalter von 67 Jahren erreicht ist.

Mehr Infos finden Sie unter: t1p.de/DRV-Renteneintrittsalter

Online-Dienste immer beliebter

Die Versicherten nutzen immer öfter die digitalen Angebote der Deutschen Rentenversicherung, um beispielsweise Anträge zu stellen, einen Termin zu buchen oder sich über ihr Rentenkonto zu informieren. Wurden die Online-Dienste im Jahr 2015 noch 320.000 Mal in Anspruch genommen, waren es im vergangenen Jahr mit 2,9 Millionen Aufrufen rund neunmal so viele. Einige Dienste sind ohne Registrierung zugänglich, etwa Online-Rechner für die spätere Rente oder Anträge für die Rehabilitation. Für andere müssen sich Versicherte mit ihrem Personalausweis mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion anmelden. Auf diese Weise kann unter anderem der gesamte Versichertenverlauf eingesehen werden. Auch eine Anmeldung über die AusweisApp2 ist möglich.

Mehr Infos finden Sie unter: t1p.de/Onlinedienste-DRV

Eigene Kliniken für Rehabilitation

87 Reha-Einrichtungen betreibt die Deutsche Rentenversicherung in ganz Deutschland. Hinzu kommen Hunderte von Vertragskliniken, die sich um Versicherte kümmern. Mehr Infos finden Sie unter: t1p.de/rehabilitation

QUELLE: DEUTSCHE RENTENVERSICHERUNG