Änderungen im Minijob 2022

 

Seit dem 1. Januar 2022 beträgt der ge­setzliche Mindestlohn für alle Arbeit­nehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland 9,82 Euro pro Stunde. Zum 1. Juli 2022 steigt der Mindestlohn erneut: auf 10,45 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn gilt für alle – auch für Minijobber. Gemäß dem Koalitionsvertrag soll der Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde erhöht werden.

Angaben zur Krankenversicherung bei kurzfristigen Minijobs Bei kurzfristigen Minijobs müssen Arbeit­geber seit Beginn des Jahres 2022 den Kran­ken- versicherungsschutz ihrer Minijobber angeben. Diese Information übermitteln Ar­beitgeber in der Meldung zur Sozialversiche­rung. Zusätzlich müssen Arbeitgeber den Nachweis über die Krankenversicherung zu den Entgeltunterlagen nehmen. Ein Nach­weis ist zum Beispiel eine Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse oder eine Bestä­tigung einer privaten Krankenversicherung. Eine Kopie der Versicherungskarte zählt ebenfalls als Nachweis. In der Meldung zur Sozialversicherung geben Arbeitgeber im Feld „Kennzeichen­ Krankenversicherung“ die Ziffer 1 an, wenn die Aushilfe gesetzlich krankenversichert ist, und die Ziffer 2, wenn sie privat krankenversichert oder anderwei­tig im Krankheitsfall abgesichert ist.

Was ist ein kurzfristiger Minijob?
Ein kurzfristiger Minijob ist eine zeitlich be­grenzte Beschäftigung. Entweder kann die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjah­res auf drei Monate begrenzt sein oder auf 70 Arbeitstage. Welche Zeitgrenze günstiger ist, entscheidet der Arbeitgeber. Weiteres Merkmal des kurzfristigen Minijobs: Er ist sozialversicherungsfrei. Dadurch, dass keine Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt wer­den, sind Arbeitnehmerinnen und Arbeit­nehmer in kurzfristigen Minijobs jedoch auch nicht über die Beschäftigung kranken­versichert.

10,45 € beträgt der Mindestlohn ab 1. Juli 2022.