Weil sie es verdienen


Alles hat mit den Menschen begonnen, die ab Juli 2021 neu in Rente gegangen sind. Für sie wurde beim Rentenantrag ein möglicher Anspruch auf den Grundrentenzuschlag gleich mitberechnet. Im Juli gingen die ersten Rentenbescheide raus. Anschließend sind diejenigen an die Reihe gekommen, die auf Fürsorge wie zum Beispiel Grundsicherung angewiesen sind, sowie die ältesten Ruheständler, bei denen die Rente vor 1992 begonnen hat. Inzwischen hat die Überprüfung der anderen Bestandsrenten begonnen – der Großteil bei der Überprüfung aller 26 Millionen Rentenkonten.

Der Grundrentenzuschlag ist für all jene gedacht, die viele Jahre gearbeitet und unterdurchschnittlich verdient haben. Der Zuschlag ist keine eigenständige Leistung, sondern ein Plus zur Rente und wird mit der gesetzlichen Rente ausgezahlt. Wie hoch der Grundrentenzuschlag für den Einzelnen ausfällt und ob überhaupt ein Anspruch besteht, wird individuell von der Deutschen Rentenversicherung berechnet. Niemand muss dafür einen Antrag stellen, denn alle Rentenkonten werden automatisch geprüft.

Um den Zuschlag zu erhalten, müssen mindestens 33 Jahre an sogenannten Grund­rentenzeiten vorhanden sein. Dazu zählen beispielsweise Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus der Erwerbstätigkeit, Pflegezeiten und Kindererziehungszeiten sowie Zeiten, in denen man Leistungen bei Krankheit oder Rehabilitation bekommen hat. Für die Höhe des Grundrentenzuschlags zählen nur Zeiten, in denen mindestens 30 Prozent des Durchschnitts verdient wurden. Zusätzlich muss sich aus diesen Zeiten ein Durchschnitt von nicht mehr als 80 Prozent ergeben.

Einkommen wird angerechnet

Auf einen hieraus ermittelten Zuschlag wird Einkommen angerechnet, wenn ein bestimmter Freibetrag überschritten wird. Auch Einkommen des Ehe-/Lebenspartners zählt mit.

26 Millionen Rentenkonten werden automatisch überprüft. Das Finanzamt übermittelt dazu das ­Einkommen, das auf den ­Zuschlag anzurechnen ist.

Weitere Informationen: t1p.de/DRV-Grundrentenzuschlag