Auch im Minijob gelten Regeln, die einzuhalten sind.
Auch im Minijob gelten Regeln, die einzuhalten sind.



Fristen beachten

 

Die Corona-Pandemie stellt für Arbeitgeber eine große Herausforderung dar. Aufgrund von Schließungen können viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter, darunter auch Minijobber, nicht mehr im bisherigen Umfang oder zum Teil auch gar nicht mehr weiterbeschäftigen. Minijobber unterliegen demselben Arbeitsrecht wie vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Daher gelten auch für sie der allgemeine Kündigungsschutz sowie der besondere Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen oder für Schwangere.

 

4 Wochen zum Monatsende oder zum 15. eines Monats beträgt die Kündigungsfrist in der Regel.

Kündigungsschutz beachten

In einem Betrieb mit mindestens elf Vollzeitangestellten, Auszubildende nicht eingerechnet, gilt das Kündigungsschutzgesetz. Das bedeutet konkret: Bei der Kündigung eines Arbeitnehmers, auch eines Minijobbers, muss zum einen die gesetzliche oder vereinbarte Kündigungsfrist eingehalten werden. Zum anderen muss die Kündigung einen Kündigungsgrund enthalten. Ein Minijobber fällt jedoch erst unter das Kündigungsschutzgesetz, wenn er in einem Betrieb mindestens sechs Monate durchgängig beschäftigt ist.

Das Kündigungsschutzgesetz besagt außerdem, dass eine Kündigung nicht sozial ungerechtfertigt sein darf. Das heißt insbesondere, dass eine Kündigung entweder aus dringenden betrieblichen Gründen, die der Fortführung des Arbeitsverhältnisses entgegenstehen, erfolgen muss oder aber aus Gründen, die in der Person oder im Verhalten des Minijobbers liegen. Damit eine Kündigung rechtswirksam ist, muss sie zudem schriftlich erfolgen. Eine Kündigung per E-Mail ist ausgeschlossen. Erhält ein Minijobber eine nicht rechtswirksame Kündigung, kann er Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben – innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der schriftlichen Kündigung.

Kündigungsschutz gilt aber auch für Arbeitnehmer, die nicht unter das Kündigungsschutzgesetz fallen. In diesem Fall sind die gesetzlichen Beschränkungen zu beachten, die sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, insbesondere dem Grundsatz von Treu und Glauben, ergeben.
 

Fristen auch beim Minijob

Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt in der Regel vier Wochen zum Monatsende oder zum 15. eines Monats. Diese Frist gilt übrigens sowohl für die Kündigung durch den Arbeitgeber als auch für die Kündigung durch den Minijobber. Kürzere Kündigungsfristen sind speziell für vorübergehende Aushilfen sowie für die Probezeit möglich. Diese werden jedoch vertraglich vereinbart.

Minijobber, die einem Betrieb seit vielen Jahren angehören, haben eine längere Kündigungsfrist. So beträgt die Kündigungsfrist zum Beispiel bei einem fünfjährigen Arbeitsverhältnis zwei Monate, bei einem zehnjährigen Arbeitsverhältnis vier Monate. Andere Kündigungsfristen können sich durch einen Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag ergeben.

 

Weitere Informationen rund um Minijobs: www.minijob-zentrale.de