Kurz & knapp

 

 

Im Sport Arbeiten mit Schwerbehinderung

Eine neue Generation von Sportlern mit Behinderung hilft dabei, den Sport für alle Menschen der Gesellschaft zu öffnen

Wenn behinderte Menschen auch das Sportabzeichen machen können, ist das ein weiterer Schritt in Richtung Inklusion. Gleichberechtigte Teilhabe und gemeinsamer Spaß entstehen, wenn behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen Medaillen erringen. Die Liste der Beispiele für Inklusion im Sport ist lang – und wird bald noch deutlich länger werden. In einem mehrjährigen Projekt des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bilden zurzeit verschiedene Sportorganisationen 23 schwerbehinderte Menschen zu Inklusionsmanagern für den Breitensport aus. „Damit öffnet sich der gemeinnützige Sport auch als Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung“, sagt DOSB-Projektleiterin Katja Lüke.
 

»Es geht nicht so sehr um den Wettkampf, sondern um Spaß in Gemeinschaft.«

Katja Lüke, Projektleiterin Inklusion beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)

 


Die 23 Inklusionsspezialisten sind nun in vielen Vereinen und Sportorganisationen tätig. Dort engagieren sie sich für die Schaffung neuer Angebote, die auch für ältere, jüngere oder behinderte Menschen zugänglich sind. Das können barrierefreie, inklusive Sportfeste sein, Rollstuhlsport in der Schule oder einfach gute Informationsmöglichkeiten über inklusive Sportangebote vor Ort. „Nicht nur im Leistungssport, sondern auch im Breitensport gibt es viel mehr Möglichkeiten, als man vielleicht denkt, bei denen es vor allem um den Spaß an der Gemeinschaft geht und nicht so sehr darum, einen Wettkampf zu gewinnen“, betont Projektleiterin Lüke. „Der Sport hat ein großes Interesse daran, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe beim Sporttreiben und auch in der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitwirkung zu ermöglichen“, erklärt DOSB-Vizepräsidentin Gudrun Doll-Tepper. Sie seien somit Experten in eigener Sache, ganz nach dem Motto: „Nichts über uns – ohne uns!“ Gefördert werden die neuen, nachhaltigen Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderung vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus den Mitteln der Ausgleichsabgabe für Schwerbehinderte.

Mehr zum Projekt im Netz: www.dosb.de/sport-inklusionsmanager

 

Rentenversicherung stärkt die Kinderreha

Kinder und Jugendliche können jetzt noch leichter in den Genuss von Rehabilitationsleistungen der Rentenversicherung kommen. So können sie die Programme in Zukunft nicht mehr nur stationär, sondern auch ambulant absolvieren. „Dies bietet den Vorteil, dass die jungen Menschen in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben können“, sagte Gabriele Frenzer-Wolf bei der Verabschiedung der neuen Richtlinie. Sie ist Vorsitzende des Parlaments der Deutschen Rentenversicherung, der Bundesvertreterversammlung. Kinder haben nun auch bis zum 12. Lebensjahr Anspruch auf Begleitung durch einen Familienangehörigen – zuvor galt dies nur bis zum zehnten Lebensjahr. Außerdem entfällt die bisherige Vierjahresfrist für die Wiederholung einer Kinder- oder Jugendreha. Damit sind nun Behandlungen in deutlich kürzeren Abständen möglich.

Rund 54.500 Kinder und Jugendliche haben 2017 eine Reha beantragt. Das waren 1,3 Prozent mehr als 2016.

Informationen und eine Broschüre finden Sie unter: kinderreha.drv.info

 

Reha-Infoseite für Ärzte

Der Weg zu einer Reha oder einem Präventionsprogramm führt Patienten über eine Arztpraxis. Dort wird der notwendige Befundbericht für ihren Antrag erstellt und versandt. Damit die niedergelassenen Ärzte zu diesen Themen immer gut informiert sind, hat die Deutsche Rentenversicherung eine Info-Website eingerichtet. Dort finden niedergelassene Ärzte alles Wissenswerte über die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation und der Erwerbsminderungsrente. Patienten können ihre Ärzte auf das kostenlose Angebot aufmerksam machen. www.rehainfo-aerzte.de

 

Mehr Rehas bei psychischen Erkrankungen

Die Zahl der abgeschlossenen medizinischen Rehabilitationen Erwachsener aufgrund psychischer Erkrankungen ist in den letzten zehn Jahren um über 40 Prozent gestiegen.