Welches Teil passt in den Ausschnitt auf der Matrize? Ulrich Dobler testet das Denkvermögen.
Welches Teil passt in den Ausschnitt auf der Matrize? Ulrich Dobler testet das Denkvermögen.



Tagsüber Reha - abends zu hause

 

 

Fyn gelingen Aufstehen, Waschen, Anziehen und Frühstücken nur, weil seine Mutter ihn hundertprozentig begleitet. Bereits im sechsten Lebensjahr wurde bei ihm ADHS, eine Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitäts-Störung, diagnostiziert. Mit neun Jahren gab es wieder einmal einen Tiefpunkt. Eine weitere stationäre Behandlung wollten weder die Mutter noch der Sohn. Die Lösung war eine vierwöchige ambulante Rehabilitation in der Fachklinik Prinzregent Luitpold in Scheidegg, die auf Kinder und Jugendliche spezialisiert ist. Die Leistung wurde von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Schwaben bezahlt, weil die Mutter dort versichert ist. „Medizinische Rehabilitation für Kinder und Jugendliche hat für mich einen sehr hohen Stellenwert“, betont Anja Neupert-Schreiner. Sie leitet den Bereich Rehabilitation bei der DRV Schwaben. „Wir unterstützen damit auf lange Sicht die Eingliederung ins Arbeitsleben und verhelfen künftigen Beitragszahlern zu einem guten Start. Zumeist sind es stationäre Leistungen“, erläutert sie. „Die ambulante Variante, die wir bei Fyn passgenau anbieten konnten, ist derzeit im Aufbau. Es bleibt abzuwarten, ob wir weitere Anbieter für die ganztägig ambulante Rehabilitation gewinnen können. Eine passende Klinik in Wohnortnähe und die Sicherstellung der täglichen An- und Abreise sind gerade bei Kindern Grundvoraussetzung.“

»Medizinische Rehabilitation für Kinder und Jugendliche hat für mich einen sehr hohen Stellenwert.«

Anja Neupert-Schreiner, Leiterin der Abteilung Rehabilitation der DRV Schwaben

 

„Dadurch, dass wir nur sieben Kilometer von Scheidegg entfernt wohnen, konnte ich meinen Sohn jeden Tag bringen und abends wieder abholen“, erzählt die Mutter von Fyn. Sie ist alleinerziehend und berufstätig. Deshalb konnte sie ihren Sohn nicht während der ganzen Rehabilitation durchgehend begleiten. Das sei auch nicht notwendig gewesen, so die Mutter, „weil er in der Tagesgruppe wirklich super betreut wurde“. Engen Kontakt hatte sie mit Ulrich Dobler, dem leitenden Kinderpsychotherapeuten der Klinik. Er hatte Fyn im Vorfeld getestet und mit der Mutter in mehreren Einzelgesprächen seine Erkenntnisse und die geplanten Therapien besprochen. „Fyn ist einerseits ein sehr freundliches, mitteilsames Kind“, erzählt Ulrich Dobler. „In der Spieltherapie habe ich aber auch festgestellt, dass er sehr reizoffen und damit sprunghaft und ablenkbar ist. Fyn brach beispielsweise mitten im Spiel ab, weil er draußen einen Vogel gesehen hat, oder antwortete schon vor der Frage. Dieses Verhalten war für seine Umgebung extrem anstrengend. Er musste oft eine Außenseiterrolle als unbeliebter Störenfried erleben. Hier galt es therapeutisch gegenzusteuern.“

Besonders gut gefallen habe Fyn das Neurofeedback-Training. Dabei lenkte er über Elektroden mit seinen Hirnströmen beispielsweise ein Flugzeug auf einem Monitor und übte so, sich zu konzentrieren. „Für mich war die Elternschulung über ADHS gerade zum Thema Medikamenteneinsatz sehr aufschlussreich“, erinnert sich seine Mutter. „Der Spagat zerreißt einen fast zwischen Gedanken wie ‚O Gott, mein Kind ist doch kein Versuchskaninchen‘ und der Notwendigkeit, ihm wegen seines Mangels an Botenstoffen im Gehirn medikamentös zu helfen.“ Ausprobieren und Erfahrung nutzen – diese Devise ist auch während des Unterrichts angesagt, der in der staatlich anerkannten Sankt Gallus-Schule der Fachklinik stattfindet. „Typisch war, dass Fyn nach 20 Minuten oft nicht mehr lernen konnte“, erläutert Schulleiter Johannes Straßer. Er durfte dann zum Beispiel auf einem Ergometer Energie abbauen. Danach konnte er sich wieder auf den Unterricht fokussieren. Nach der Reha wurde er von einer Lehrerin einen Tag in seine neue Schule zur Reintegration begleitet. Das sei der Vorteil einer ambulanten Reha, so Straßer: „Durch die Wohnortnähe können wir uns mit der Schule oder dem Jugendamt vor Ort austauschen und so viel effizienter unterstützen.“ Die Mutter von Fyn war mit der ambulanten Rehabilitation rundherum zufrieden: „Fyn ist richtig aufgeblüht und fühlte sich endlich akzeptiert. Er kommt heute in der neuen Schule viel besser zurecht und hat schon Freunde gefunden.“

 

Duales Studium im Visier?

Welche Voraussetzungen für eine Bewerbung bei der DRV Schwaben vorliegen müssen

Das Duale Studium ist vielfältig und bietet sichere Perspektiven

Gesucht werden Absolventinnen und Absolventen, die soziale Verantwortung übernehmen wollen und Interesse an Teamarbeit bei einem modernen Dienstleister haben. Als Voraussetzung müssen sie die Hochschulreife mitbringen, die sie entweder 2019 erworben haben oder im nächsten Jahr erwerben werden. Es lockt die Chance auf ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) als Verwaltungsinspektoranwärter (m/w/d) bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Schwaben. Das Studium dauert drei Jahre. Davon verbringen die Studierenden 19 Monate an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern – Fachbereich Sozialverwaltung – in Wasserburg am Inn bei kostenfreier Unterbringung auf dem Campusgelände. Im berufspraktischen Studium bei der DRV Schwaben in Augsburg steht die Anwendung der Rechtskenntnisse im Vordergrund. Für die Bewerbung bei der Deutschen Rentenversicherung Schwaben für den Einstellungstermin 1. September 2020 muss das Prüfungszeugnis aus dem Auswahlverfahren für die dritte Qualifikationsebene vorliegen. Dieses wird Anfang Dezember 2019 versandt. Nach dem Studium stellt die DRV interessante Zukunftsperspektiven und einen sicheren Arbeitsplatz im Beamtenverhältnis in Aussicht.

 

Interesse? Die DRV Schwaben informiert auch telefonisch unter 0821/500-1573 und freut sich auf die schriftliche Bewerbung an:

Deutsche Rentenversicherung Schwaben
Personalentwicklung 6.2
Dieselstraße 9
86154 Augsburg
E-Mail: ausbildung@drv-schwaben.de