Zweifellos ein Team: Andreas Hassold (links) und sein Chef Georg Göbel.
Zweifellos ein Team: Andreas Hassold (links) und sein Chef Georg Göbel.



Dank Reha wieder mitten im Leben

 

 

Wer Andreas Hassold kennt, weiß, dass es für den gelernten Tiefbauer ein Leben vor der Reha und eines nach der Reha gibt. „Als meine Rückenschmerzen auftraten, half zu Beginn hier und da mal eine Schmerztablette. Am Ende nahm ich täglich mehrere starke Medikamente“, berichtet Andreas Hassold rückblickend über seinen jahrelangen Leidensdruck. „Eines Tages ging gar nichts mehr.“ So erinnert sich der heute 42-Jährige an die Zeit, als er 2015 einen Zusammenbruch erlitt. Ein Ergebnis jahrelanger Schmerzen und einer Phase, in der er stets nur die Symptome betäubt hat, aber nicht der Ursache seiner Schmerzen auf den Grund gegangen ist. Aber das ist ihm erst durch die Reha klar geworden. „Damals ging alles ganz schnell: erst die Operation aufgrund des Bandscheibenvorfalls. Und anschließend – dank der unkomplizierten Unterstützung meines Chefs – die Reha in Bad Windsheim“, erzählt Hassold heute. „Dass ich über die Deutsche Rentenversicherung eine Reha erhalten kann, war mir nicht bewusst“, erinnert er sich. Sein Chef war damals derjenige, der sofort an die Unterstützung der Deutschen Rentenversicherung gedacht hat. Denn eines war klar: So ging es nicht weiter. „Ich wollte Andreas auch weiterhin eine Chance geben, in seinem erlernten Beruf zu arbeiten und sein Fachwissen einzubringen. Für uns als Unternehmen, aber auch für ihn. Schließlich war er noch viel zu jung, um bereits mit Ende 30 nicht mehr arbeiten zu können“, beschreibt Geschäftsführer Georg Göbel die damalige Situation. Die Firmengruppe Göbel zählt rund 300 Mitarbeiter und ist in der Sparte Tiefbau, Fliesen, Rohrleitungsbau und als Architekten tätig. Auch Andreas Hassold war sich bewusst, dass sich etwas ändern musste: Er musste lernen, wie er sich im Alltag richtig bewegt und welche Übungen helfen, um Schmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen.
 

„Die Reha in der Frankenland-Klinik in Bad Windsheim war klasse. Ich lernte, wie ich mich richtig bewegen muss und welche Entspannungsübungen ich machen kann, aber auch wie ich mich richtig ernähren muss. Denn alles hängt zusammen“, erklärt Hassold. Und gleich nach der Reha ging es weiter: mit IRENA, einer ambulanten Nachsorgeleistung, die bei Bedarf im Anschluss an eine Reha-­Maßnahme verordnet wird, ging er über einen mehrmonatigen Zeitraum einmal in der Woche in ein ambulantes Reha-­Zentrum, um das erlernte Wissen zu verinnerlichen. „In all der Zeit haben wir nie an der vollständigen Rückkehr ins Berufsleben von Andreas gezweifelt. Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern, uns und Andreas war toll!“, erinnert sich Georg Göbel. Auch Andreas Hassold weiß heute: „Die Rentenversicherung steht mir zur Seite und kann mehr als nur Rente!“
 

FrankenlandKlinik

Die Frankenland-Klinik ist eine Fachklinik für medizinische Rehabilitation mit den Schwerpunkten Orthopädie, Innere Medizin, Dermatologie und spezieller Schmerztherapie. Das Therapieangebot des Klinikverbundes der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern deckt die Behandlung vieler Erkrankungen ab. Weiterführende und sehr umfassende Informationen finden Sie im Internet unter: www.klinikverbund-nordbayern.de
 

„Es gibt nur Gewinner“

Dr. med. Harald Berger, DRV Nordbayern

Drei Fragen an Dr. med. Harald Berger, Leiter der Bereiche Rehabilitation und Kliniken

An welchen Personenkreis richtet sich das Reha-Angebot der DRV Nordbayern?
Es richtet sich an Menschen, die im Erwerbsleben stehen. Gesundheitliche Probleme können zu einem Jobwechsel oder sogar einer Erwerbsminderungsrente mit erheblichen finanziellen Einbußen führen.

Welche Bedeutung hat es für Arbeitgeber?
In Zeiten eines erheblichen Fachkräftemangels ist es für Unternehmen besonders wichtig, für diese Mitarbeiter gute Lösungen zu entwickeln, damit deren Wissen und Leistungsvermögen so lange wie möglich dem Betrieb erhalten bleiben.

Was kann die DRV Nordbayern tun?
Sie versucht durch ihre Leistungen im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation den erwerbstätigen Versicherten und den Betrieben zu helfen. Auch die Allgemeinheit profitiert durch die weiterhin gezahlten Sozialversicherungsbeiträge und die bessere Gesundheit der Versicherten. Am Ende gibt es nur Gewinner.