Ein Lotse für Kinder und Jugendliche

Nicht nur die professionelle Behandlung in einer Rehabilitationsklinik ist entscheidend für die Genesung von Patienten. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, frühzeitig einen Bedarf für Reha­bilitation zu erkennen, um der Chronifizierung von Krankheiten rechtzeitig entgegenzuwirken. Auch die zielgerichtete Nachsorge nach einer Behandlung ist unerlässlich, um die in der Reha erzielten Erfolge anhaltend zu verfestigen.

Hier setzt „KiZ“ (Kinder im Zentrum) an. Das Projekt wurde von der DRV Schwaben in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern entwickelt. Seit 1. November 2021 wird es im Rahmen des Bundesprogramms „reha­pro“ gefördert. Oberstes Ziel ist, Kinder und Jugendliche frühzeitig an Rehabilitationsmaßnahmen teilhaben zu lassen und ihnen über den gesamten Reha-Prozess hinweg eine Begleitung anzubieten. Dazu wird mit KiZ ein organisationsübergreifendes Leistungsangebot im Bereich der Kinder- und Jugendrehabilitation etabliert. In der Praxis bedeutet dies, dass dem Kind oder Jugendlichen ein fester Ansprechpartner – der „Reha-­Lotse“ – zur Seite gestellt wird. Dieser berät und unterstützt in allen Belangen, die den Reha-Prozess betreffen.

„Insbesondere bei der Diagnose Adipositas bieten wir mit dem Projekt Kindern und deren Eltern Unterstützung an, um den in der Klinik erarbeiteten neuen Lebensstil fest in den Alltag zu integrieren“, erklärt ­Anja Neupert-­Schreiner, Leiterin der Abteilung Rehabilitation der DRV Schwaben. „Das Kind bekommt so langfristig die Chance, selbst Eigeninitiative im Umgang mit seiner Erkrankung zu ergreifen.“