Johann Ebenhöh erklärt im Berufsförderungswerk Augsburg die Inhalte einer Trainingsmaßnahme zur Wiedereingliederung.
Johann Ebenhöh erklärt im Berufsförderungswerk Augsburg die Inhalte einer Trainingsmaßnahme zur Wiedereingliederung.



Wieder Land in Sicht


Es gibt meistens eine Lösung – aber kein Standardrezept. „Wenn aus gesundheitlichen Gründen ein berufliches ‚Aus‘ im Raum steht, sind auf die Person zugeschnittene Strategien gefragt“, weiß Johann Ebenhöh. Bereits seit mehr als 30 Jahren ist er als Reha-Fachberater der Deutschen Rentenversicherung Schwaben unterwegs. Er und drei weitere Kollegen bieten Hilfe an, wenn Versicherte ihre bisherige Berufstätigkeit beispielsweise wegen einer Erkrankung nicht mehr weiter ausüben können und deshalb der Verlust des Arbeitsplatzes droht.

„Das Ziel der Deutschen Rentenversicherung Schwaben ist dann immer, durch geeignete medizinische oder berufliche Reha-Leistungen eine Arbeitslosigkeit beziehungsweise Rente wegen Erwerbsminderung abzuwenden und dem Versicherten möglichst lange ein für ihn passendes Beschäftigungsverhältnis zu sichern“, erklärt Ebenhöh.
 

Reha vor Rente

In aller Regel wird zuerst geprüft, ob medizinische Leistungen in einer auf die Indikation spezialisierten Reha-Einrichtung eine Verbesserung bringen können. Sind weitere Maßnahmen nötig, bietet die berufliche Rehabilitation in Form von sogenannten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) die Chance auf eine Weiterbeschäftigung beziehungsweise einen beruflichen Neuanfang.
 

Individueller Ansatz

Die Palette an möglichen Leistungen ist breit gefächert. Nach Prüfung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen entscheidet sich – von Mensch zu Mensch –, welche Maßnahme die passende ist. „Wenn jemand zu uns kommt“, erläutert Ebenhöh, „klären wir zuerst, wo genau der Schuh drückt und welche Hilfen die Rentenversicherung anbieten kann. Die persönliche Situation, der berufliche Lebenslauf und die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt sind dabei immer mit im Fokus.“ Zur Wahl stehen beispielsweise Hilfen, um einen bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten, Vorbereitungskurse, Bildungs- und Ausbildungsangebote, Eingliederungszuschüsse und die Übernahme von Kosten, die mit diesen Maßnahmen in Zusammenhang stehen. Für die Zeit der Teilnahme an einer beruflichen Reha-Maßnahme erhält der Rehabilitand ein sogenanntes Übergangsgeld. Die Höhe richtet sich nach dem vorherigen Verdienst und der familiären Situation. „Es ist oft ein langer Weg, aber das Ergebnis gibt uns recht: Fast immer zeigen unsere Strategien den erwünschten Erfolg und der Betroffene bekommt eine zweite Chance.“
 

Sprechen Sie mit uns!

Da die Reha-Berater häufig unterwegs sind und Termine vor Ort in Betrieben oder beispielsweise in einem Berufsförderungswerk wahrnehmen, sind ein spontaner Besuch oder ein Telefonat schwierig. Als Kontaktstelle ist deshalb bei der Deutschen Rentenversicherung Schwaben in der Hauptverwaltung, Dieselstraße 9 in 86154 Augsburg die „Ansprechstelle für Rehabilitation und Teilhabe“ eingerichtet. Im Bedarfsfall stellt sie auch die Zusammenarbeit mit anderen Reha-Trägern sicher. Das Beratungsangebot richtet sich an alle Versicherten, Arbeitgeber und andere Reha-Träger. Unsere Ansprechpartner stehen Ihnen telefonisch unter 0821500-8888 zur Verfügung. Hier können Sie auch einen Termin für ein persönliches Vor-Ort-Gespräch vereinbaren.

Mehr Infos zum Thema Rehabilitation im Internet: www.deutsche-rentenversicherung.de/reha