Gesunde Ernährung in der Kantine stößt inzwischen bei den Beschäftigten auf große Akzeptanz.
Gesunde Ernährung in der Kantine stößt inzwischen bei den Beschäftigten auf große Akzeptanz.



Jenseits der Schweinshaxe

 

A m Anfang war der Obstbecher-to-go: 25 Stück wurden versuchsweise in die Verkaufsvitrinen der Kantine gestellt. Würde diese Alternative zum Schokoriegel von den Beschäftigten der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern angenommen? Viele hatten Zweifel. „Doch die Becher gingen weg wie warme Semmeln,“ erinnert sich Sandra Skrzypale, Leiterin des Referates Betrieblicher Gesundheitsschutz, an den Beginn ihrer Arbeit. Von da an wurden nicht nur die Obstbecher und eine üppige Salatbar feste Bestandteile des Angebots. Skrzypale und ihr Team haben auch dafür gesorgt, dass die Mittagsmenüs um „fit & gesund“ sowie eine vegetarische Linie ausgeweitet wurden.

Doch was hat die Gesundheitsförderung des Personals mit Nachhaltigkeit zu tun? Mehr als den meisten Menschen bewusst ist. Gesundheit gehört zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, die die Bundesregierung auch für Deutschland beschlossen hat. Für die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern ist die Belegschaft die wichtigste Ressource. Ihre Gesundheit zu schützen, sorgt dafür, dass Anträge zügig bearbeitet, Renten und auch Übergangsgelder rechtzeitig ausgezahlt werden.

Rückenproblemen vorbeugen

Gesunde Ernährung hilft nicht nur, Übergewicht zu vermeiden. Es hebt auch die Stimmung und wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden aus, verschafft mehr Energie, wirkt gegen hohen Blutdruck und hält das Herz gesund. Die Menülinie „fit & gesund“ wird nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zubereitet: schonend gegartes Gemüse, wenig Fleisch und Salz, gute Fette, ein- bis zweimal in der Woche Fisch. „Schweinshaxe und Cordon Bleu gibt es auch weiterhin, aber eben immer auch gesunde Alternativen“, sagt Sandra Skrzypale. „Und es wird sehr, sehr gut angenommen.“ Zusätzlich zum vegetarischen Essen wählen inzwischen 40 Prozent der Beschäftigten in der Kantine die Variante „fit & gesund“.

 

40% der Beschäftigten entscheiden sich beim Mittagessen in der Kantine für die Menü-Variante „Fit und gesund“.

 

Um nachhaltig gesund zu bleiben, ist nicht nur richtiges Essen, sondern auch Bewegung wichtig. Rückenschmerzen, inklusive Bandscheibenvorfälle und Wirbelsäulenverkrümmungen, gehören zu den häufigsten Krankheitsursachen von Berufstätigen. Zur Prävention bietet die Deutschen Rentenversicherung Nordbayern nicht nur Lockerungs- und Entspannungsübungen für die Pausen an. Die Beschäftigten können auch in ihrer Freizeit Fitnesskurse, Thermen, Physiotherapie, Massagen und Ähnliches in Anspruch nehmen. „Wir bezuschussen bis zu drei Kurse oder Anwendungen im Monat“, erklärt Skrzypale die „Initiative Gesunder Betrieb“.

 

Angebote zur Krebsvorsorge

Die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern versucht gleichzeitig, den Beschäftigten Wege in der Gesundheitsvorsorge abzunehmen, die im stressigen Berufsfalltag oft gerne verschoben oder vergessen werden. Dazu gehören im Herbst regelmäßig die Grippeschutzimpfungen und während der Pandemie die Impfungen gegen Covid-19. Seit drei Jahren bietet die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern allen Altersgruppen auch eine Darmkrebsvorsorge an. Sie soll besonders den Menschen eine Hilfe sein, deren Angst vor einer Vorsorgeuntersuchung größer ist als die Angst vor dem Krebs. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten haben das Angebot angenommen. Bei 5,7 Prozent der Getesteten konnte auf diese Weise eine mögliche Darmkrebserkrankung frühzeitig erkannt werden.

Das Gesamtpaket, ist Sandra Skrzypale überzeugt, schützt nicht nur nachhaltig die Gesundheit der Belegschaft. Es werde auch einem anderen Anspruch der öffentlichen Verwaltung gerecht: Wirtschaft und Gesellschaft als Vorbild zu dienen.