Ausbildungsstart 2018 bei der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd
Ausbildungsstart 2018 bei der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd



Ein attraktiver Arbeitgeber

 

Luisa Gießibl hat es bald geschafft. Im kommenden Jahr wird die 22-Jährige ihr Studium als Verwaltungswirtin bei der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd mit einem Diplom abschließen. Die junge Frau wollte nach ihrem Abitur „etwas Zielorientiertes machen und sofort Geld verdienen“, sagt sie. Der Slogan „Mit 20 in die Rente“ hat sie auf die Rentenversicherung aufmerksam gemacht. „Den Spruch fand ich witzig“, erklärt sie. „Dann habe ich mich erkundigt – und habe mich schließlich beworben.“ Die Wahl hat sie nicht bereut – im Gegenteil: Sie schätzt die Flexibilität ihres Arbeitgebers, sie hebt die Familienfreundlichkeit hervor und lobt Errungenschaften wie etwa den Betriebskindergarten, auch wenn eigene Kinder noch kein Thema sind. Besonders gut gefällt ihr die Möglichkeit, ihren Arbeitsbeginn selbst auszuwählen: „Die Gleitzeitregelung ermöglicht mir, meinen Tag zu planen und individuell zu kommen und gehen, wann es nötig ist.“
Dieser Aspekt begeistert auch Christina Reindl, die in Landshut eine Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte durchläuft. Sie schwärmt von dem guten Zusammenhalt: „Wenn Prüfungen anstehen, helfen wir uns alle gegenseitig.“ Viele Auszubildende ihres Jahrgangs kennt sie bereits aus der Wirtschaftsschule, wo sie ihren Abschluss gemacht hat. Dass sie sich danach bei der Rentenversicherung bewarb, hat sie ihrer Mutter zu verdanken. „Sie hat mir als Erste zu dieser Ausbildung geraten“, erinnert sie sich. Als bei einer Berufsberatung die Agentur für Arbeit ebenfalls diesen Beruf empfahl, war die Sache klar.

»Eine Affinität zu juristischen Themen ist bei beiden Berufen hilfreich.«

Die Rentenversicherung erfreut sich großer Beliebtheit unter Schulabgängern. 191 junge Menschen werden derzeit bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd ausgebildet, 96 am Standort München und 95 in Landshut. Allein in diesem Jahr haben 56 junge Menschen ihre Ausbildung bei dem Regionalträger begonnen.
„Es freut mich sehr, dass wir 56 neue Nachwuchskräfte begrüßen konnten, erklärt Elisabeth Häusler, Vorsitzende der Geschäftsführung der DRV Bayern Süd. „Wir kommen gerade im Wettbewerb mit vielen anderen großen Unternehmen bei jungen Menschen gut an.“ Dies zeigt auch eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Demnach erfreut sich der öffentliche Dienst steigender Beliebtheit. Über 40 Prozent der Befragten der „Studentenstudie 2018“ stuften ihn als attraktiven Arbeitgeber ein.
Oft geben die jungen Menschen die guten Qualifizierungsmöglichkeiten und den sicheren Job als Gründe dafür an, dass sie die Rentenversicherung als Arbeitgeber auswählen. „Ein Ausbildungsplatz bei uns bedeutet eine sichere Zukunftsperspektive“, so Häusler. „Nach erfolgreichem Abschluss wartet eine dauerhafte Anstellung und damit verbunden die tarifvertraglich garantierten Leistungen des öffentlichen Dienstes.“
Dazu kommen familienfreundliche Regelungen, etwa die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten oder auch schon mal in Telearbeit von zu Hause aus. „Gerade wenn man, wie ich, nicht direkt aus München kommt, ist das eine gute Perspektive“, sagt etwa die Studentin Luisa Gießibl.
Bei beiden Berufen steht die Sachbearbeitung im Vordergrund. Das Studium zum Diplom-Verwaltungswirt ist im Grunde eine Vertiefung der Berufsausbildung. Bevor es in die Praxis ging, hat Gießibl sechs Monate lang in Wasserburg am Inn studiert, an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Sozialverwaltung. Danach konnte sie bereits relativ selbstständig ihre ersten Fälle bearbeiten.

Selbstständig arbeiten

Das Studium konzentriert sich auf das Sozialgesetzbuch, bietet aber auch Fächer wie Sozialwissenschaften oder Verfahrensrecht. Man könne für das Leben eine Menge mitnehmen – wie überhaupt die Beschäftigung mit juristischen Themen im Alltag weiterhilft, findet Luisa Gießibl. Ihr Interesse dafür bezieht sie aus ihrem Verständnis als Staatsbürgerin. „Wir leben in einem Rechtsstaat“, sagt sie, mit Betonung auf dem Wort „Recht“. „Und da sollte man sich mit Gesetzen und Verordnungen schon auskennen.“
Eine Affinität zu juristischen Themen ist bei beiden Berufen hilfreich. Der Auszubildenden Christina Reindl macht es sogar „großen Spaß“, mit Gesetzen zu arbeiten. „Der Anfang war aber schwer“, erinnert sie sich – und das, obwohl sie bereits in der Schule mit juristischen Fragestellungen zu tun hatte. „Aber dadurch, dass alle einem helfen – die Lehrer, die Kollegen, die anderen Auszubildenden –, bin ich schnell reingekommen.“
Am Anfang ermitteln und erstellen die Auszubildenden Altersrentenbescheide. Komplexere Verfahren sind bei der Witwenund Erwerbsminderungsrente oder bei der Rehabilitation nötig. Die telefonische Beratung und Klärung von Fragen ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Versicherte und Rentner stellen immer mal wieder Rückfragen zu ihren Bescheiden und Belangen. „Weil ich ein kommunikativer Mensch bin“, wünscht sich Christina Reindl für die fernere Zukunft eine Tätigkeit in der Auskunfts- und Beratungsstelle. Dort sitzen viele studierte Kollegen. Aber mit geeigneten Weiterbildungen hofft auch sie es, dorthin zu schaffen, wo man den Versicherten persönlich gegenüber sitzt. „Und wo ich jedem direkt helfen kann.“

Weitere Informationen zu den Ausbildungsberufen bei der Deutschen Rentenversicherung unter: www.mit20indierente.de.