Nach Krankheit oder Unfall zurück in den Job? Die
Fachberatung hilft.
Nach Krankheit oder Unfall zurück in den Job? Die Fachberatung hilft.



Wieder fit für den Job


Bestenfalls ist ein Mensch bis zum Eintritt in die Altersrente fit und mobil und kann seinen Beruf bis zu diesem Zeitpunkt ausüben. Ist dies nicht mehr möglich, weil die Erwerbsfähigkeit gefährdet ist, können Versicherte den Reha-Fachberatungsdienst der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) in Anspruch nehmen.

Die DRV KBS hat als bundesweit aufgestellter Rentenversicherungsträger an den Standorten ihrer Regionaldirektionen und der Hauptverwaltung Bochum insgesamt 24 Reha-Fachberaterinnen und -berater. Die Reha-Fachberater sind Spezialisten auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation, also der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie stellen in diesem Zusammenhang das Bindeglied zwischen den Versicherten und der Verwaltung dar.

Im Rahmen des Reha-Managements informiert und unterstützt die Reha-Fachberatung in allen Fragen der Rehabilitation. Sie ist zentraler Ansprechpartner für Erkrankte, Verletzte oder Behinderte während des gesamten Reha-Prozesses. „Die Reha-Fachberater verfügen über medizinische Kenntnisse sowie sonderpädagogisches und berufskundliches Wissen. Sie beurteilen die Besonderheiten des Einzelfalles und erarbeiten Lösungen für eine berufliche Wiedereingliederung möglichst auf dem ersten Arbeitsmarkt“, erklärt Andreas Gülker, Direktor der Deutschen Rentenversicherung KnappschaftBahn-See.
 

Individuelle Versichertenberatung

Dabei berücksichtigen die Reha-Fachberater unter anderem die Vorstellungen des Rehabilitierenden, die gesundheitliche Situation, den Arbeitsmarkt und die Erwerbsbiografie. Eine endgültige Gewissheit, dass der Beruf nicht weiter ausgeübt werden kann, erhalten Erkrankte oftmals erst im Rahmen einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme. Für die Betroffenen ist das eine schwere Prüfung: Von einem auf den anderen Tag müssen Patienten realisieren, dass sie nicht in ihre Berufe zurückkehren können und ihre Lebensplanung neu ausrichten müssen. In dieser psychisch stark belastenden Situation bieten Reha-Fachberater bereits in den eigenen und federführenden Reha-­Kliniken erste Beratungen mit entsprechenden Perspektiven an.

Nach Eingang des Entlassungsberichtes der Reha-Klinik schließt sich kurzfristig die wohnortnahe Beratung der Versicherten an, die ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verrichten können oder sollen. Hier gilt es, den Berufswunsch des Rehabilitierenden mit den bestehenden Behinderungen, dem schulisch-beruflichen Werdegang und den Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt realistisch einzuschätzen. Entscheidend ist hierbei die Motivation des Versicherten.
 

»Oberstes Ziel der Reha-Fachberatung ist es, ein bestehendes Beschäftigungsverhältnis zu erhalten.«

Andreas Gülker, Direktor der DRV KBS
 

Gemeinsam Lösungen finden

„Oberstes Ziel der Reha-Fachberatung ist es, ein bestehendes Beschäftigungsverhältnis zu erhalten“, so Andreas Gülker. Im Rahmen eines Betriebsbesuchs sucht der Fachberater gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen, um den Mitarbeiter innerbetrieblich leistungsgerecht umzusetzen. Die Gewährung eines Eingliederungszuschusses und/ oder die Kostenübernahme von Weiterbildungsmaßnahmen sind geeignete Möglichkeiten, den Arbeitsplatz zu sichern. Flankiert werden kann der Arbeitsplatzerhalt durch die Kostenübernahme von Hilfsmitteln sowie durch die Anschaffung von technischen Arbeitshilfen oder einer behindertengerechten Arbeitsplatzausstattung.

Die Reha-Fachberatung informiert den Versicherten im Anschluss individuell über alle möglichen und notwendigen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, organisiert die erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen und unterstützt Rehabilitierende mit dem Ziel der Vermittlung in eine leistungsgerechte Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Kommen Weiterbildungsmaßnahmen nicht in Betracht, stehen unterschiedliche Maßnahmen zur Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt zur Verfügung. Zum Beispiel die Gewährung eines Eingliederungszuschusses (EGZ) an den bisherigen oder einen neuen Arbeitgeber, Hilfen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes, Integrationsmaßnahmen, ein Berufliches Trainingszentrum (BTZ) oder auch eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). 
 

Info: Wer erhält eine berufliche Reha?

Voraussetzungen:
• mindestens 15 Jahre (180 Kalendermonate) Versicherungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, alternativ: Personen, denen die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit droht.
• Jüngere oder Versicherte mit ungünstiger Erwerbsbiografie, wenn sie im Anschluss an eine Reha Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) benötigen.
 

...Standorte

Reha-Fachberater der DRV KBS sind hier zu finden: Berlin, Bergheim, Bochum, Chemnitz, Cottbus, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, München, Saarbrücken.

Weitere Infos zur beruflichen Reha unter: t1p.de/drv-berufliche-reha