Transparenter Schutz: Berater und Kundin sind durch eine Scheibe getrennt.
Transparenter Schutz: Berater und Kundin sind durch eine Scheibe getrennt.



Hinter Acrylglas

 

Es ist das Einrichtungsmaterial der Corona-Krise: Acrylglas – vielen unter dem Handelsnamen Plexiglas bekannt. Auch mit der Wiederaufnahme der Vor-Ort-Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung Nord fanden die transparenten Schutzwände Einzug bei den Rentenberatern.

Ohne zuvor vereinbarten Termin kommen Besucher derzeit nicht mehr in die Beratungsstellen. Auch Begleitpersonen sollten soweit möglich draußen bleiben. Um die Ansteckungsrisiken zu minimieren, sind die Wartebereiche fast leer. Zudem sind MundNasen-Schutz und Mindestabstand Pflicht für alle Besucher.

Vor der Corona-Pandemie waren die Warteräume der Auskunfts- und Beratungsstellen meist gut gefüllt – dank der Hygienekonzepte ist das nicht mehr der Fall. Wer persönlichen Rat sucht, kann seit Anfang Juni wieder mit einer Beraterin oder einem Berater sprechen.

Allen Ratsuchenden, die lieber weiterhin Kontakte scheuen und nach Alternativen suchen, bietet die Deutsche Rentenversicherung Nord die Möglichkeiten der telefonischen oder Onlineberatung an.

„Das funktioniert sehr gut“, berichtet Andreas Bossen, als Dezernatsleiter zuständig für die 24 Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Nord. „Fast alle Fragen lassen sich telefonisch klären“, merkt er an.

So sei das persönliche Erscheinen nur in Ausnahmefällen notwendig, beispielsweise bei Vorlage und Sichtung von Unterlagen. Damit dies möglich ist, hatte sich der Auskunfts- und Beratungsdienst der Deutschen Rentenversicherung ab März weitgehend auf bundesweite Verfahrensweisen verständigt, die telefonische Beratungen und Antragstellungen möglich machten.
 

Kein Termin wurde abgesagt

In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein beschäftigt die Deutsche Rentenversicherung Nord derzeit 173 Beraterinnen und Berater für den direkten Kontakt zu den Kundinnen und Kunden in der Region. Selbst in der Corona-Hochphase wurde die Beratung nie komplett eingestellt. „Zu den Corona-Schließzeiten haben wir am Telefon beraten und Anträge telefonisch aufgenommen“, berichtet Andreas Bossen. „Wir haben keinen Termin abgesagt.“ Es ging wie im Normalbetrieb insbesondere um Fragen zum Rentenbeginn, zum Verfahren der Rentenantragstellung und zur Klärung der Versicherungskonten.

„Wann kann ich in Rente gehen?“ oder „Was muss ich vor Beginn des Ruhestands noch erledigen?“, sind die Standardfragen der meisten Kunden. „Wir haben festgestellt, dass das gut funktioniert“, sagt Bossen. Auch viele Kundinnen und Kunden fänden es gut, dass sich die meisten Fragen am Telefon klären lassen. Selbst ein Rentenantrag lässt sich telefonisch ohne Probleme stellen.

Wer bei der Deutschen Rentenversicherung Nord anruft, kommt nicht immer sofort durch. Die Erreichbarkeit ist vom Anrufaufkommen abhängig – und dieses erfahrungsgemäß vom jeweiligen Wochentag. „Im Durchschnitt warten Sie fünf bis zehn Minuten – es kann leider im Einzelfall länger werden“, sagt Andreas Bossen. Sein Tipp: nicht am Montagvormittag anrufen, denn nach dem Wochenende gibt es die meisten Anrufe.
 

Info: Persönliche Beratung

Beratungsgespräche in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind nur mit Termin möglich.
Kontaktdaten finden Sie online: www.drv-nord.de