Zeit zur Reflexion: Krebskranke Menschen benötigen neben einer guten medizinischen Versorgung auch professionelle psychoonkologische Unterstützung.
Zeit zur Reflexion: Krebskranke Menschen benötigen neben einer guten medizinischen Versorgung auch professionelle psychoonkologische Unterstützung.



Stark gegen Krebs

Eine Krebserkrankung reißt Betroffene aus ihrem Lebensalltag, stellt die weitere Zukunft infrage und bringt meist eine Vielzahl an Herausforderungen und Belastungen mit sich. Neben körperlichen Strapazen stellen sich häufig auch seelische Belastungen ein wie Ängste, Verunsicherung bis zur Verzweiflung, wie auch familiäre, berufliche und soziale Probleme, finanzielle Schwierigkeiten und Versorgungsfragen. Von Belastungen betroffen sind dabei sowohl die Erkrankten als auch ihre Angehörigen und ihr weiteres soziales Umfeld.

Daher benötigen krebskranke Menschen neben einer guten medizinischen Versorgung auch professionelle psychoonkologische Unterstützung, möglichst kurzfristig und unkompliziert. In Hessen wird ein großer Teil der ambulanten psychoonkologischen Versorgung von den psychosozialen Krebsberatungsstellen der Hessischen Krebsgesellschaft (HKG) geleistet. „Die Hessische Krebsgesellschaft ist seit nunmehr 70 Jahren etablierter Initiator und zentraler Ansprechpartner bei der Bekämpfung von Krebs in Hessen. Sie bietet ein breites Portfolio an Unterstützungsleistungen und ist als wichtige Instanz der Krebsprävention sowie der onkologischen und psychosozialen Versorgung von Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind, in unserem Bundesland nicht mehr wegzudenken“, sagt Peter Gossel, Abteilungsleiter Kundenservice der Deutschen Rentenversicherung Hessen und zweiter stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der HKG. 

„Die Hessische Krebsgesellschaft ist eine wichtige Instanz der Krebsprävention in unserem Bundesland.“

Peter Gossel, Leitung Kundenservice der DRV Hessen und zweiter stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der HKG

 

Krebsberatungsstellen der HKG gibt es in Frankfurt, Bad Soden-Salmünster, Marburg, Wiesbaden und Fulda, ergänzt durch Außensprechstunden. Hinzu kommen die im Klinikum Kassel in Kooperation betriebene Krebsberatungsstelle sowie das unter der Schirmherrschaft der HKG stehende Krebsberatungsangebot an der Klinik Reinhardshöhe in Bad Wildungen.

Kurzfristige Beratung

Das Informations- und Beratungsangebot ist niedrigschwellig angelegt. Das heißt, es steht den Ratsuchenden kostenfrei zur Verfügung, es gibt keine Voraussetzungen – wie etwa krankenversichert zu sein –, es ist räumlich gut erreichbar, und vor allem sind psychosoziale Beratungen kurzfristig verfügbar. Beratung kann anonym in Anspruch genommen werden und ist selbstverständlich immer vertraulich. Die psychosoziale Beratung wird vor Ort in Präsenz, telefonisch, per Video-Chat, per E-Mail und schriftlich angeboten. Sie kann als Individualberatung wahrgenommen werden, ebenso wie von Paaren und mehreren Personen. Sind die Ratsuchenden nicht mobil, kommt die Beraterin oder der Berater nach Hause, sofern machbar. 

Seit der Gründung der Hessischen Krebsgesellschaft vor 70 Jahren haben sich die Heilungschancen krebskranker Menschen durch stetige medizinische Fortschritte in vielen Bereichen deutlich verbessert. Begannen die Aktivitäten der Hessischen Krebsgesellschaft in den 1950er-Jahren noch mit der „Sorge für die Pflege der Unheilbaren“, liegt der Fokus heute deutlich stärker auf der Krebsprävention und auf Themen wie der Verbesserung der Lebensqualität, der Krankheitsbewältigung und der Herausforderung veränderter Lebensperspektiven. Die Deutsche Rentenversicherung Hessen begleitet die HKG fast von Beginn an: „Die Deutsche Rentenversicherung Hessen war, ist und bleibt in ihrer Verantwortung für die Versicherten Unterstützer der Hessischen Krebsgesellschaft“, sagt Thomas Hild-Füllenbach, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Hessen. „Das seit 1954 währende Engagement unseres Hauses umfasst nicht nur die Mitgliedschaft, sondern auch die Mitarbeit im Vorstand, die finanzielle Förderung und die Ansprechbarkeit in juristischen und organisatorischen Fragen.“ 

Genussvoll essen, gestärkt gegen Krebs

Neben der ambulanten psychosozialen Versorgung stößt die Hessische Krebsgesellschaft auch immer wieder eigene Projekte an, um zum Thema zu sensibilisieren oder auch zur Selbsthilfe: so zum Beispiel die Initiative „Genussvoll essen – Gestärkt gegen Krebs“ mit bislang mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Krebserkrankungen und deren Therapie haben einen Einfluss auf das Essverhalten und die Lebensmittelauswahl der Betroffenen. Da Essen ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität ist, geht es darum, gemeinsam ein positives Geschmackserlebnis zu schaffen. Das Projekt integriert neue Strategien für die veränderte Geschmackswahrnehmung in den Alltag, um die Freude am Essen und Kochen zu steigern oder gar wiederzuerlangen. In Anlehnung an die Kochworkshops wurde ein spezielles Rezeptbuch entwickelt, welches kostenfrei erhältlich ist. 

Mehr zum Thema: www.hessische-krebsgesellschaft.de