Schon heute wissen, womit man im Alter rechnen
kann? Daran wird zurzeit gearbeitet.
Schon heute wissen, womit man im Alter rechnen kann? Daran wird zurzeit gearbeitet.



Blick in die Zukunft

 

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hält trotz erschwerter Arbeitsbedingungen infolge der Pandemie am Zeitplan für die neue Digitale Rentenübersicht fest. Die technische Entwicklung für den Aufbau des Internetportals hat begonnen. „Das ist schon eine Herausforderung“, sagt Antje Rohde, die für die Öffentlichkeitsarbeit bei dem Projekt zuständig ist.

Die Einführung einer Digitalen Rentenübersicht hatte der Bundestag beschlossen. Ziel ist es, Bürgern einen besseren Überblick über ihre Altersvorsorge zu ermöglichen. Über das Internetportal sollen Versicherte abfragen können, in welcher Höhe sie Ansprüche erworben haben und welche Ansprüche sie zum Renteneintritt erreichen können. Die Altersvorsorge berücksichtigt die gesetzliche, die betriebliche und die private Vorsorge. Anhand dieses Gesamtüberblicks sollen die Bürger entscheiden können, ob sie bereits genug vorsorgen.

Nutzer können sich mit ihrer Steuer-Identifikationsnummer auf einem Portal anmelden, um die Information über ihren säulenübergreifenden Vorsorgestand abzurufen. Die Vorsorgeeinrichtungen werden die entsprechenden Daten daraufhin zur Verfügung stellen.

 

1.413 Euro betrug die durchschnittliche gesetzliche Bruttorente im Bundesgebiet 2019 bei den Altersrenten.

QUELLE: RENTENATLAS 2020

 

Viele Daten unter einem Hut

Zu den zentralen Herausforderungen bei dem Projekt zählt die Aufbereitung der Daten. Alle Einrichtungen, die ihre Kunden mit regelmäßigen Standmitteilungen informieren müssen, sind ab einem Stichtag zur Teilnahme verpflichtet. Diese Standmitteilungen sind teils äußerst unterschiedlich aufgebaut. Entsprechend groß sei die Herausforderung, die Daten zu einem einheitlichen und verständlichen Überblick zusammenzuführen, betont Rohde: „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir das gut umsetzen werden.“

Der Zeitplan sieht vor, dass das Portal Ende 2022 in den Testbetrieb geht. Die Teilnahme für die Vorsorgeeinrichtungen ist zunächst freiwillig, die Deutsche Rentenversicherung Bund hofft auf Kandidaten aus allen drei Säulen der Vorsorge. Wann das Angebot flächendeckend zur Verfügung stehen wird, ist derzeit offen. Der Stichtag soll im Zuge einer Evaluation des Testbetriebs festgelegt werden. Vor 2024 sei damit nicht zu rechnen.

Zunächst sollen die Erfahrungen der Nutzer ausgewertet werden. Rohde beschreibt den Prozess dieser laufenden Optimierung: „Man wird in der Kürze der Zeit nicht direkt das perfekte, umfassende Endprodukt haben, aber mithilfe von Nutzer-Feedback werden wir die Digitale Rentenübersicht Schritt für Schritt weiterentwickeln.“

Fragen und Antworten zum Thema online unter: www.t1p.de/dig-re-faq