Stabilität und Sicherheit – diese Ansprüche gelten für die Rente über Generationen hinweg.
Stabilität und Sicherheit – diese Ansprüche gelten für die Rente über Generationen hinweg.



Zuverlässig und Stabil

 

Die Deutsche Rentenversicherung will ein verlässlicher Partner sein. Dafür haben sich auch in der 9. Sitzung der Vertreterversammlung die ehrenamtlichen Mitglieder – bestehend aus Vertretern der Versicherten- und Arbeitgeberseite – eingesetzt. Ein positives Signal war unter anderem die weiterhin stabile Finanzlage, die sich im Laufe des Jahres 2021 positiver als prognostiziert entwickelte.
Die gesetzliche Rentenversicherung besteht seit über 130 Jahren sicher an der Seite ihrer Versicherten- und Rentnergemeinschaft. Zwei Weltkriege hat sie überstanden. Und als sich die Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigte, konnten auch die Bürger aus den neuen Bundesländern auf eine reibungslose Rentenzahlung vertrauen. Auch aus der Finanzkrise ist sie unbeschadet hervorgegangen. Und von den Minuszinsen, die zurzeit auf dem Kapitalmarkt gezahlt werden, ist sie weitestgehend unberührt.

Einnahmen sind kräftig gestiegen

So sind die zu erwartenden Beitragseinnahmen gegenüber der Schätzung im Juli kräftig um 3,7 Milliarden Euro gestiegen, die Ausgaben leicht gesunken. Für das Jahr 2021 wird insgesamt ein Defizit von 0,5 Milliarden Euro erwartet. Dieses liegt aber deutlich unter dem noch im Sommer prognostizierten Defizit von rund 4,1 Milliarden Euro.
Dies hat zur Folge, dass die Nachhaltigkeitsrücklage langsamer abgebaut wird als ursprünglich erwartet. Die Liquiditätsreserve beträgt zum Jahresende 2021 rund 37,2 Milliarden Euro (1,55 Monatsausgaben) und liegt damit in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Beitragssatz wird voraussichtlich bis Ende 2023 bei 18,6 Prozent bleiben, 2024 auf 19,5 Prozent angehoben werden und ab 2025 19,7 Prozent betragen. Nach dem Koalitionsvertrag soll er in der kommenden Legislaturperiode 20 Prozent nicht überschreiten. Das Netto-­Rentenniveau vor Steuern steht für 2021 mit 49,4 Prozent fest. Laut Koalitionsvertrag soll die gesetzliche Rente gestärkt und das Mindestrentenniveau von 48 Prozent dauerhaft gesichert werden.

Haushaltsplan 2022

Die Vertreterversammlung stellte den Haushaltsplan für das kommende Jahr auf. 2022 verfügt die DRV Oldenburg-Bremen über einen Etat von rund 3,83 Milliarden Euro – ein Anstieg von 3,71 Prozent gegenüber 2021. Naturgemäß entfällt der größte Anteil der Ausgaben mit 3,05 Milliarden Euro auf Rentenzahlungen (+3,7 Prozent/ rund 110 Millionen Euro). Auf der Basis der Annahmen der Bundesregierung rechnet die DRV Oldenburg-Bremen mit zusätzlichen Rentenausgaben für die Grundrente von über 20 Millionen Euro. Zurzeit zahlt die DRV Oldenburg-Bremen rund 247.000 Renten. Die Aufwendung zur Krankenversicherung der Rentner ist mit rund 239 Millionen Euro zweitgrößter Ausgabeposten. Für medizinische und berufliche Rehabilitationsleistungen stehen im nächsten Jahr 87,7 Millionen Euro zur Verfügung. Die DRV Oldenburg-Bremen rechnet jedoch mit einem höheren Bedarf, sodass zunächst 6,59 Millionen Euro für die Ausgabe gesperrt sind.

Auf der Seite der Einnahmen wird unter anderem mit Beiträgen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro sowie mit Zuschüssen aus Bundesmitteln in Höhe von 793 Millionen Euro gerechnet. Damit werden über 75 Prozent aller Ausgaben aus Beiträgen finanziert.

Mehr Infos unter: www.drv-oldenburgbremen.de