Was Gesundheit wert ist


Was immer es kostet, im Original „Whatever it takes“ – diese geflügelte Wendung des Chefs der Europäischen Zentralbank Mario Draghi zur Rettung des Euro gilt auch für die Deutsche Rentenversicherung. Nämlich dann, wenn es darum geht, bei ihren Versicherten die Erwerbsfähigkeit zu retten. Dabei rechnet sich eine Reha oft schon nach kurzer Zeit. Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall – viele, die in der Mitte des Lebens stehen, wissen, wie sich das anfühlt. Was bei einem nur ein kurzzeitiges schmerzhaftes Intermezzo ist, kann beim anderen zur dauerhaften Einschränkung der Lebensqualität führen. Wenn die Schmerzen sogar im Beruf zum Problem werden, geht es an die Substanz: Einkommen und der gesamte bisher gewohnte Lebensstandard stehen auf dem Spiel. Damit es nicht zu einer Erwerbsminderung kommt, setzt sich die Deutsche Rentenversicherung für ihre Versicherten ein. Sie finanziert speziell auf ihre Erkrankung abgestimmte Rehabilitationen, in denen sie bei erfolgreichem Verlauf wieder fit fürs Berufsleben werden. Die häufigste Erkrankung, wegen deren Versicherte zu Patienten in einer Reha-Klinik werden, sind Rückenleiden. Bei der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-­Hannover werden die meisten dieser Patienten in den Reha-Zentren Bad Pyrmont oder Bad Eilsen behandelt. Die Häuser werden vom niedersächsischen Rentenversicherer betrieben und sind spezialisiert auf orthopädische Erkrankungen. Mit umfassender Diagnostik, speziell auf jeden Patienten abgestimmten Therapieplänen und medizinisch-beruflich orientierten Anwendungen gelingt es in den allermeisten Fällen, die Erwerbsfähigkeit der Patienten zurückzugewinnen und die Gesundheit zu verbessern. Neben den medizinischen Anwendungen gehören zum Versorgungsprogramm für die Patienten auch die Unterbringung in Einzelzimmern mit Hotelstandard, Vollverpflegung mit Frühstücks- und Abendbuffet sowie eine Auswahl verschiedener Mittagsmenüs.
 

» In den allermeisten Fällen gelingt es, die Erwerbsfähigkeit zurückzugewinnen. «


Das kostet natürlich Geld: 2.625 Euro zahlt die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover für eine dreiwöchige orthopädische Standardrehabilitation in einem der Reha-Zentren. Zusätzlich fallen für die Patienten rund 10 Euro Zuzahlung pro Tag an, quasi als Beteiligung am Verpflegungs­aufwand. Allerdings nur dann, wenn ihre Einkommensverhältnisse dies ermöglichen. Oft sind Patienten schon längere Zeit krank, bis sie in die Reha kommen. Wenn dann die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers abgelaufen ist, zahlt die Rentenversicherung ein Übergangsgeld. Das ist abhängig vom bisherigen Verdienst, wobei Beträge zwischen 1.000 und 2.000 Euro am häufigsten gezahlt werden. Zudem werden noch die Beiträge für Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung überwiesen. Wird die Reha auf vier Wochen verlängert, steigen die Kosten weiter.
 

2.625 Euro zahlt die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover für eine dreiwöchige orthopädische Standardrehabilitation.

 

 

Nachsorge wird übernommen

Darüber hinaus übernimmt die Deutsche Rentenversicherung Fahrtkosten für die Anund Abreise, Gepäckbeförderungskosten sowie bei Bedarf den finanziellen Aufwand für die Betreuung daheimgebliebener Kinder oder – falls medizinisch erforderlich – einer Begleitperson. Damit nicht genug: Wenn es darum geht, den Reha-Erfolg langfristig zu sichern, werden anschließend auch die Kosten für Nachsorgeprogramme am Heimatort gezahlt, die meist ein halbes Jahr dauern. Kostenintensiver als orthopädische Rehabilitationen sind Behandlungen in Spezialkliniken beispielsweise für psychische oder neurologische Erkrankungen etwa nach einem schweren Unfall. Die Gesamtkosten liegen hier oft im fünfstelligen Bereich. Reicht die medizinische Reha allein nicht aus, um Versicherte wieder ins Erwerbsleben zurückzubringen, organisiert und finanziert die Deutsche Rentenversicherung auch sogenannte Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die Spannweite dieser beruflichen Unterstützungen reicht von orthopädischen Hilfsmitteln über den behindertengerechten Umbau eines Autos bis hin zu einer kompletten Umschulung auf einen neuen Beruf. Da auch hier praktisch alle Nebenkosten übernommen werden, können sich die Investitionen der Deutschen Rentenversicherung im Einzelfall auf mehr als 100.000 Euro summieren. Auch wenn es bei der Rettung der Erwerbsfähigkeit der Versicherten um hohe Summen geht: Reha rechnet sich. In Standardfällen schon nach wenigen Monaten, bei hohem Aufwand kann es auch Jahre dauern. Aber: Wer weiterarbeiten kann, zahlt von seinem Verdienst weiterhin Beiträge ein. So führt ein Arbeitnehmer mit Durchschnittsverdienst gemeinsam mit seinem Arbeitgeber jeden Monat mehr als 600 Euro an die Rentenversicherung ab. Eine Erwerbsminderungsrente, die Versicherte bekommen, wenn sie nicht mehr arbeiten können, liegt oft bei 1.000 Euro. Wird sie durch eine erfolgreiche Reha überflüssig gemacht, amortisieren sich die Behandlungskosten noch deutlich schneller – bei einer Standardreha im günstigsten Fall schon nach zwei Monaten. Weit wichtiger als die Kostenbilanz ist für die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover allerdings die Gewissheit, ihren Versicherten mit einer erfolgreichen Reha die Chance zu eröffnen, weiterhin berufstätig zu sein, finanziell unabhängig zu bleiben und damit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die so gewonnene Lebensqualität wirkt sich auch im privaten Bereich aus: Sie eröffnet die Möglichkeit, eine auskömmliche Altersversorgung aufzubauen und gesund alt zu werden. Auch wer noch keinen Bandscheibenvorfall hatte, kann sich auf den Reha-Schutz verlassen, wenn es einmal ernst wird.
 

Info: Investition in die Erwerbsfähigkeit

Immer mehr Menschen nutzen eine Rehabilitation, um gesundheitlich gestärkt in den Job zurückzukehren. Allein die Deutsche Rentenversicherung BraunschweigHannover finanzierte 2018 rund 65.000 medizinische Behandlungen und berufliche Rehas. Das sind drei Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Die Kosten beliefen sich auf rund 314 Millionen Euro – Geld, das der niedersächsische Rentenversicherer in die Erwerbsfähigkeit seiner Versicherten investierte. Die Ausgaben teilen sich wie folgt auf:

• Medizinische Heilbehandlungen allgemein: 144.200.000 Euro
• Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben: 60.100.000 Euro
• psychische Erkrankungen: 49.400.000 Euro
• Abhängigkeitserkrankungen: 25.900.000 Euro
• Kinderheilbehandlungen: 8.300.000 Euro
• Krebsnachsorgebehandlungen bei Rentnern: 5.400.000 Euro

Daneben zahlte der Rentenversicherer Sozialversicherungsbeiträge für Rehabilitanden, Zuwendungen für Einrichtungen und sonstige Leistungen.

 

Weitere Infos:

www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/rechnet-sich-reha.html