Ludwig Kopanischen: Beratung unter Corona-Bedingungen.
Ludwig Kopanischen: Beratung unter Corona-Bedingungen.



Mit einem Mausklick geht's in die Rente


Er arbeitet für den niedersächsischen Rentenversicherer – in einem Ehrenamt, das ihm Spaß macht: Ludwig Kopanischen aus Seesen am Harz berät als Versichertenältester viele Rentenantragsteller. In dieser Funktion sind ihm alle Arbeitsabläufe vertraut: die traditionellen wie auch die technisch modernen. „Ich gehe gern mit dem Fortschritt“, sagt Kopanischen selbstbewusst und untermalt seine Aussage mit einem Vergleich: „Ich bin Rentner und bewirtschafte in meiner Freizeit einen 3.000 Quadratmeter großen Garten. Ich mag mir gar nicht mehr vorstellen, noch jeden Baum mit Handwerkzeugen beschneiden zu müssen.“

Warum also die Rentenanträge nicht am PC aufnehmen? Das war für den ehemaligen Betriebsratsvorsitzenden eines mittelständischen Unternehmens von Anfang an selbstverständlich. Ein Vorteil: „So mache ich auch keine Fehler“, ist er sich sicher. Das Programm leitet ihn mit aufeinanderfolgenden logistischen Arbeitsschritten. „Wird eine Frage mit Nein beantwortet, werden unnötige Fragen übersprungen. Ich muss dann nicht erst suchen, wo es weitergeht.“ Als früherer Energieanlagenelektroniker ist der 72-Jährige natürlich technikaffin und findet auch eigene Lösungen, wenn einmal ein Problem auftreten sollte.
 

Beratung unter Corona-Bedingungen

Anfang November, als der Lockdown erneut in abgeschwächter Form ausgerufen wird, hat Ludwig Kopanischen noch einen Beratungstag in Seesen. „Die Menschen gehen ja weiter in Rente, da helfe ich gern“, sagt er. Unter Corona-Bedingungen begrüßt er Elfi Schultheiß zum Termin. Die baldige Rentnerin spricht von einer tollen Serviceleistung: „Ich brauche nur kurz in den nächsten Ort zu fahren und werde sehr nett und gut beraten.“ Von dem dahinterstehenden digitalen Verfahren bemerkt sie nichts. „Herr Kopanischen hat meine Angaben in den Computer eingetragen und schon war der Antrag fertig ausgefüllt. Ich fühle mich von ihm wirklich gut betreut“, resümiert die Rhüdenerin. Der Versichertenälteste ist so für sie das menschlich-sympathische Angesicht einer digitalisierten Welt, die dafür sorgt, dass die Rente pünktlich auf ihrem Konto ankommt. Als Naturliebhaber ergänzt Kopanischen gleich noch einen weiteren Punkt in seiner Pro-Digitalisierungs-Argumentation: „Da kaum noch Papier verbraucht wird, ist es ein sehr umweltbewusstes Arbeiten.“
 

Barrierefreie Beratung

Genauso wichtig wie die Umwelt ist ihm die Barrierefreiheit seiner Beratungen. „Mit meinem Laptop kann ich bei Bedarf direkt zu den Kunden gehen. So kommen auch Bettlägerige oder aus anderen Gründen nicht mobile Menschen in den Genuss unserer Serviceangebote“, betont der Versichertenälteste. Ludwig Kopanischen hat inzwischen auf den Knopf gedrückt, der Antrag ist an den Rentenversicherer versandt und kann jetzt in der Sachbearbeitung bearbeitet werden. Diese wird sich über den unkomplizierten Rentenantrag freuen. Alle für den Rentenbescheid erforderlichen Daten sind bereits im System erfasst. Dieses Dokument ist damit nur noch einen Mausklick entfernt und wird dann, klassisch, als Brief zugestellt – noch.
 

INFO: Telefon & online

Trotz Pandemie: Die Kundenberatung arbeitet weiter, zeitweise vom Homeoffice aus. Anfragen werden telefonisch und über Online-Dienste beantwortet. Bis Oktober wandten sich fast 175.000 Menschen an die Experten am Servicetelefon – fast 60.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 1000 48010 können Interessierte einen Termin für eine Beratung oder einen Antrag vereinbaren.