Natürlich haben auch Teilzeitbeschäftigte Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.
Natürlich haben auch Teilzeitbeschäftigte Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.



Bezahlter Urlaub auch im Minijob


Jeder Minijobber hat Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Der gesetzliche Urlaubsanspruch liegt bei mindestens vier Wochen jährlich. Das entspricht 24 Werktagen bei einer 6-Tage-Woche und 20 Tagen bei einer 5-Tage-Woche. Der Hintergrund: Minijobber gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz als Teilzeitbeschäftigte. Dadurch haben sie, wie jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitsnehmerin, Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Der Minijobber bekommt also während des Urlaubs seinen Lohn weiter. Die exakte Höhe des Urlaubsentgelts errechnet sich in der Regel aus dem durchschnittlichen Gehalt der vergangenen 13 Wochen vor Urlaubsbeginn, Zahlungen für Überstunden ausgenommen. Nach- oder vorarbeiten muss der Minijobber seinen Urlaub übrigens nicht. Ob ein Minijobber in einem Privathaushalt arbeitet oder in einem Betrieb, spielt keine Rolle – alle haben Anspruch auf Urlaub. Auch ist es unerheblich, ob ein Minijobber sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt oder Beiträge zur Rentenversicherung zahlt. Außerdem gut zu wissen: Haben vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in einem Betrieb mehr Urlaubstage als gesetzlich vorgeschrieben, dann haben auch Minijobber einen dementsprechend höheren Urlaubsanspruch, sofern im Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart ist.
 

Urlaubsanspruch von Minijobbern berechnen

Um den Urlaubsanspruch für einen Minijobber zu ermitteln, multipliziert man die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage mit vier. Dabei ist nur wichtig, wie viele Werktage ein Minijobber pro Woche arbeitet – die Anzahl der jeweiligen Stunden ist für die Berechnung irrelevant. Bei zwei Arbeitstagen wöchentlich stehen einem Minijobber beispielsweise acht Urlaubstage im Jahr zu. Schwankt die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage, multipliziert man die jährlichen Arbeitstage des Minijobbers (zum Beispiel 90 Tage) mit dem Urlaubsanspruch (zum Beispiel 20 Tage bei 5-Tage-Woche) und dividiert anschließend durch die gesetzlich festgelegten Jahresarbeitstage (260 bei 5-Tage-Woche, 312 bei 6-Tage-Woche). Im genannten Beispiel stehen dem Minijobber aufgerundet sieben Urlaubstage zu.


Den Urlaubsanspruch können Sie auch ganz einfach mit dem Urlaubsrechner der Minijob-Zentrale ermitteln:

https://t1p.de/Minijob-Urlaubsrechner