Die sogenannte „Klebekiste“ war die erste Düsseldorfer Hauptverwaltung.
Die sogenannte „Klebekiste“ war die erste Düsseldorfer Hauptverwaltung.



Vor 130 Jahren kam die Rente ins Rheinland

 

 

Das war die Geburtsstunde des rheinischen Rentenversicherungsträgers, der lange unter dem Namen „Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz“ firmierte. Seit der Organisationsreform der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2005 ist daraus die Deutsche Rentenversicherung Rheinland geworden. Rund 10.000 Rentnerinnen und Rentner waren die ersten Leistungsempfänger beim Düsseldorfer Rentenversicherer im Jahr 1891. Anspruch auf eine Altersrente hatten Versicherte ab 70 Jahren mit mindestens 30 Beitragsjahren. Und die Rentenhöhe? Ein Arbeiter, der im Jahr zwischen 550 und 850 Mark verdiente, bekam jährlich 162 Mark. Im Fall von Erwerbsunfähigkeit kam jährlich ein Festbetrag von 60 Mark dazu. Die neue Düsseldorfer Versicherungsanstalt war zuständig in einem Gebiet vom Niederrhein bis an die Saar mit den Regierungsbezirken Düsseldorf, Aachen, Köln, Koblenz und Trier. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind es noch die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf.
 

»Seit 130 Jahren sind die Leistungen der Deutschen Rentenversicherung immer umfassender geworden.«


Die Rentenversicherung aus Düsseldorf legte schon sehr früh großen Wert darauf, die Erwerbsfähigkeit ihrer Versicherten zu erhalten oder zu verbessern. Von ihrer Gründung bis 1913, dem letzten Friedensjahr vor dem Ersten Weltkrieg, gab sie fast 30 Millionen Mark für Heilverfahren aus. Sie lag damit an der Spitze aller deutschen Versicherungsanstalten. Besonders aktiv war sie bei der Bekämpfung der Tuberkulose, Volksseuche Nummer eins jener Zeit. Zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Bevölkerung gab sie Kredite zum Bau erschwinglicher Wohnungen für Arbeiterinnen und Arbeiter, die teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen hatten leben müssen. Von Anfang an regierten die Beitragszahler, nämlich Versicherte und Arbeitgeber, ihren Rentenversicherungsträger selbst. Dieses Prinzip der demokratischen Selbstverwaltung funktioniert bis heute in der gesamten deutschen Sozialversicherung und ist in dieser Form einzigartig. Die wichtigsten Entscheidungen des Trägers trafen damals der sogenannte Ausschuss und der Vorstand. Der Ausschuss ist das, was wir heute die Vertreterversammlung nennen. Und wie auch heute war er damals schon zu gleichen Teilen mit Versicherten und Arbeitgebern besetzt. Zu seinen Aufgaben gehörte auch damals schon der Beschluss der Satzung, die Prüfung der Jahresrechnung und die Entlastung des Vorstands. Er wachte als Kontrollorgan auch über die Arbeit des Vorstands.Auch der Vorstand bestand aus gewählten Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber. Dazu noch aus Verwaltungsbeamten, die von den Landesbehörden gestellt wurden. Seine wichtigsten Aufgaben: Er verwaltete die Versicherungsanstalt und ihr Vermögen und vertrat die Anstalt vor Gericht und außergerichtlich. In den 1990er-Jahren hat die Deutsche Rentenversicherung Rheinland den Wandel zum modernen Dienstleister vollzogen. Wer heute eine Beratung in Sachen Altersvorsorge benötigt oder einen Antrag stellen will, braucht sich dafür schon längst nicht mehr auf die Fahrt nach Düsseldorf zu machen: Wer die persönliche Beratung bevorzugt, findet ein Service-Zentrum ganz in seiner Nähe. Rund 80 Versichertenälteste runden als „Helferinnen und Helfer in der Nachbarschaft“ das engmaschige Informations- und Beratungsnetz des Düsseldorfer Rentenversicherers ab. Diese Ehrenamtlichen beraten zu allen Fragen rund um die Rentenversicherung und unterstützen Ratsuchende beim Ausfüllen von Anträgen. Seit 130 Jahren sind die Leistungen der Deutschen Rentenversicherung immer umfassender geworden. Wer heute gesetzlich rentenversichert ist, profitiert ein Leben lang von diesen Leistungen. Sie sichern ihn und seine Angehörigen in allen Lebenslagen ab. Darüber informiert die Deutsche Rentenversicherung auch in der großen Aufklärungskampagne #einlebenlang.
 

Kurzauskünfte unter Tel. 0800 1000 48013.
Infos und Leistungen sind auch im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-rheinland.de abrufbar
 

... Kurz notiert: Zum vierten Mal Top-Rehakliniken

In den besten Händen ist, wer eine Reha in einer der sechs Kliniken der Deutschen Rentenversicherung Rheinland antritt. Das Nachrichten-Magazin Focus hat die Rehabilitationskliniken des Düsseldorfer Rentenversicherers zum vierten Mal in Folge ausgezeichnet: Alle sechs Kliniken zählen zu den „Top-Rehakliniken 2020“ Deutschlands. Die Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr wurde gleich in drei Bereichen ausgezeichnet: Gastroenterologie, Onkologie und Diabetes. Die Nordseeklinik Borkum hat in der Indikation Lunge und Psyche überzeugt. Sowohl die Aggertalklinik in Engelskirchen als auch die Lahntalklinik in Bad Ems erhielten das sogenannte „FOCUS-Siegel“ für ihre Indikation Orthopädie. Die Eifelklinik in Manderscheid punktete im Bereich Psyche und die Klinik Roderbirken in Leichlingen im Bereich Herz.
 

Vertreterversammlung wählt neue Direktorin und beschließt Haushalt

Karen Perk, neue Direktorin der Deutschen
Rentenversicherung Rheinland

Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland hat eine neue Direktorin: Die Vertreterversammlung wählte die Juristin Karen Perk (48) in die Geschäftsführung des Düsseldorfer Rentenversicherers. Perk folgt auf Annegret Kruse, die Mitte 2020 in den Ruhestand gehen wird. Zur Geschäftsführung gehören außerdem Heinz Krumnack im Vorsitz sowie Holger Baumann. Karen Perk studierte Rechtswissenschaften in Trier und ist seit 20 Jahren bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland als Dezernentin in verschiedenen Rechtsbereichen tätig. Innerhalb dieser Zeit war sie für anderthalb Jahre zum Bundesfinanzministerium abgeordnet. In ihrer Sitzung beschloss die Vertreterversammlung des Düsseldorfer Rentenversicherers außerdem den Haushalt 2020. Er wächst auf 18,2 Milliarden Euro an. Der Etat 2020 fällt damit um rund 1,2 Milliarden höher aus als 2019. Mit einem Einnahmenüberschuss von 4 Milliarden Euro sei die finanzielle Lage der gesamten Deutschen Rentenversicherung „äußerst erfreulich“, so Dietmar Meder, Vorstandsvorsitzender des Rentenversicherungsträgers. Für Meder hängt der Erfolg der geplanten Grundrente davon ab, dass die Rentenversicherung sie einfach und unbürokratisch umsetzen kann. Auf den OnlineService der Deutschen Rentenversicherung wies Heinz Krumnack hin, Vorsitzender der Geschäftsführung. Immer mehr Versicherte wollen sich bei der Rentenversicherung beraten lassen. Im Internet könne man ohne Wartezeiten Auskünfte anfordern, Anträge stellen oder Unterlagen elektronisch übermitteln, so Krumnack.