Steht mit Rat und Tat zur Seite: Beraterin Lena Mörtenkötter.
Steht mit Rat und Tat zur Seite: Beraterin Lena Mörtenkötter.



Bei Anruf: Rente


Lena Mörtenkötter beendet soeben ein Beratungsgespräch zur Altersrente: „Dann wünsche ich Ihnen alles Gute! Und wenn sich doch noch weitere Fragen ergeben, melden Sie sich gerne wieder.“ Sie hat Fragen geklärt, den Rentenantrag aufgenommen und über das weitere Verfahren informiert. Also: Alles so wie immer?

„Nicht ganz“, sagt Mörtenkötter, lächelt und legt ihr Headset beiseite. „Für Beratungen zu komplexen Themen und für das Stellen eines Rentenantrags war früher praktisch immer der persönliche Besuch in einer Beratungsstelle erforderlich.“ Mit „früher“ meint sie die Zeit vor Corona. Also jene Zeit, in der sich noch niemand vorstellen konnte, dass das ganze Land auf Abstand geht und direkte Kontakte gefährlich sein könnten.
 

Telefonisch und kontaktlos

Als vor einem Jahr der Lockdown ausgerufen wurde, veränderte sich von einem Tag auf den anderen auch Lena Mörtenkötters Beratungsalltag. „Wir beraten jetzt hauptsächlich telefonisch. Das wird super angenommen. Zum einen vermeiden wir Kontakte, das ist gerade für Angehörige von Risikogruppen wichtig. Zum anderen sparen sich die Versicherten und Rentner den Weg zu uns“, zählt Mörtenkötter die Vorteile auf.

Einige rufen nur an, um zu erfahren, was sie tun müssen, und wundern sich, dass sie ihr Anliegen häufig schon direkt klären können. Andere buchen einen Termin für die telefonische Beratung. „Das ist praktisch für beide Seiten. So kann sich der Anrufer daheim alle benötigten Unterlagen bereitlegen, und ich kann mich vorab auf das Gespräch vorbereiten“, erzählt Mörtenkötter.

Gemeinsam mit ihren 120 Kolleginnen und Kollegen kümmert sie sich um vielfältige Anliegen. „Wir begleiten unsere Versicherten ja praktisch ein Leben lang.“ Das beginnt häufig schon bei der Frage nach einem Sozialversicherungsausweis für die erste Berufsausbildung. Später stehen die Klärung der Versicherungszeiten, ein Versorgungsausgleich nach einer Scheidung oder eine Rehabilitation nach einer schweren Erkrankung an. Mit dem Antrag auf die Altersrente ende die Unterstützung aber noch lange nicht, verdeutlicht sie: „Fragen tauchen immer mal wieder auf. Die beantworten wir gern, dafür sind wir da.“
 

Einfühlungsvermögen ist gefragt

Und das sogar über den Lebensabend der Rat- und Hilfesuchenden hinaus. Hinterbliebene, also Witwen, Witwer und Waisen, benötigen häufig besondere Unterstützung. „Da ist Verständnis und eine gehörige Portion Einfühlungsvermögen gefragt“, sagt Lena Mörtenkötter. Aber auch freudige Ereignisse bei den Versicherten fordern sie und ihre Mitstreiter mitunter: „Die Geburt eines Kindes ist so ein Ereignis, bei dem nur wenige an die Rente denken. Dann rufen wir uns ins Gedächtnis der Mutter, indem wir ihr Informationen zu Kindererziehungszeiten schicken.“ Fragen dazu würden nicht selten von Babygeschrei im Hintergrund begleitet.

Lena Mörtenkötter ist Beraterin aus Überzeugung und Leidenschaft. „Ich helfe gern und der direkte Kontakt mit unseren Versicherten macht mir Spaß. Außerdem erlebe ich ganz viel Dankbarkeit in meiner Arbeit. Die Anrufer sind froh, dass wir ihnen so unkompliziert helfen können“, sagt sie, setzt ihr Headset wieder auf und nimmt das nächste Gespräch entgegen.
 

Lena Mörtenkötter und ihre Kolleginnen und Kollegen am Servicetelefon erreichen Sie unter 0800 1000 48011.