Versichertenältester Helmut Höfener an seinem Arbeitsplatz. 42 Jahre lang hatte er zuvor bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen gearbeitet.
Versichertenältester Helmut Höfener an seinem Arbeitsplatz. 42 Jahre lang hatte er zuvor bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen gearbeitet.



Seitenwechsel ins Ehrenamt

 

Der Raum ist modern eingerichtet, funktional, er wirkt aber dennoch einladend. An einer Wand hängt ein Kreuz, auf dem Tisch steht ein Teelicht. Daneben ein Laptop und ein ausgefüllter Antrag auf Altersrente. Im offenen Schrank liegen Broschüren aus dem Info-Angebot der Deutschen Rentenversicherung. So sieht er aus, der neue Arbeitsplatz von Helmut Höfener im Pfarrheim seines Heimatortes NottulnAppelhülsen. 42 Jahre lang hat er in der Hauptverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in Münster gearbeitet. Jetzt, im Ruhestand, engagiert sich Höfener weiter für die gesetzliche Rentenversicherung und ihre Versicherten. Nun allerdings im Ehrenamt – als Versichertenältester.
Versichertenälteste sind Teil der Selbstverwaltung der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie kümmern sich in ihrer Freizeit um Anliegen der Rentenversicherten und versuchen alle Fragen rund um die gesetzliche Rentenversicherung fundiert zu beantworten. Sie nehmen Anträge auf und lassen für die Versicherten beim Versicherungsträger den Versicherungsverlauf prüfen und Rentenansprüche berechnen. 99 ehrenamtliche Versichertenälteste sind, wie Höfener, für die DRV Westfalen quer durch alle Regionen Westfalen-Lippes im Einsatz. Sie sind damit ein wichtiger Teil des Auskunfts- und Beratungsangebots des Rentenversicherungsträgers aus Münster.
Helmut Höfener hat quasi die Seiten gewechselt: raus aus dem Hauptamt, rein in die Selbstverwaltung. Vom Büro in der Verwaltung ist er in den Gruppenraum des Pfarrheims gewechselt. Und das mit voller Überzeugung für die alte wie auch für die neue Aufgabe: „Ich habe in meinem Arbeitsleben immer einen guten Draht zu unseren Versicherten gehabt. Habe viel erklärt und weitergeholfen. Warum sollte das mit meinem Ruhestand einfach vorbei sein?“, so der 63-Jährige.

»Ich habe immer einen guten Draht zu unseren Versicherten gehabt. Warum sollte das mit meinem Ruhestand vorbei sein?«

Helmut Höfener

Über die Vorschlagsliste der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) wurde er 2017 erstmalig von der Vertreterversammlung gewählt. Zuvor war er schon einige Zeit im Vorruhestand. „Auch damals haben mich die Leute hier in meinem Heimatort immer wieder gefragt: Helmut, kannst du uns nicht bei dieser oder jener Rentenfrage helfen?“ Er hilft weiter – nun offiziell sozusagen. Einmal die Woche hält er seine Sprechstunde im Pfarrheim ab, beantwortet Fragen und nimmt Anträge entgegen. Beim Seitenwechsel vom Haupt- ins Ehrenamt bleiben wichtige Kompetenzen erhalten: Fach- und Sachkenntnis, viele Jahre Berufserfahrung und – beileibe nicht zu unterschätzen – das Wissen um die Verfahrensabläufe in der Verwaltung. „Einerseits weiß ich sofort, wen ich anrufen kann, wenn ich selbst mal fachlich nachfragen muss. Andererseits kann ich den Versicherten auch gut vermitteln, dass in Münster auch mit vollem Einsatz für ihre Anliegen gearbeitet wird“, erklärt der heutige Ehrenamtler.
Trotz ihres Hintergrundes fühlen sich „Amtswechsler“ wie Helmut Höfener nach dem Übergang in ihre neue, freiwillige Aufgabe gegenüber ihren anderen ehrenamtlichen Mitstreitern nicht als besondere Versichertenälteste: „Nein, absolut nicht! Wir sind ganz normale Versichertenälteste wie die anderen auch. Wir tauschen uns aus, helfen uns gegenseitig und sind einfach Kolleginnen und Kollegen im besten Sinne des Wortes“, winkt Höfener bei der Frage entschieden ab. „Es geht nicht um uns, sondern wie wir den Leuten helfen können. Das ist, was mir Freude macht! Genau das ist es auch, was für mich Ehrenamt bedeutet!“

Info: Versichertenälteste

Sie sind ehrenamtliche Experten und für Sie die ersten Ansprechpartner in Ihrer Nachbarschaft: die Versichertenältesten der Deutschen Rentenversicherung Westfalen. Den nächsten Versichertenältesten wie auch die Auskunfts- und Beratungsstellen mit den hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern findet man im Internet unter www.drv-westfalen.de. Bei der Suche ist das kostenlose Servicetelefon 0800 1000 4800 behilflich.

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www.deutsche-rentenversicherung.de.

 

Breites Angebot an Vorträgen und Seminaren

Erstklassig informiert sein – das ist die Grundvoraussetzung für viele Entscheidungen für das eigene Leben. Zu den Themen Altersvorsorge und Rente, Prävention und Rehabilitation ist die Deutsche Rentenversicherung mit ihren Experten der kompetente, vertrauensvolle und neutrale Ansprechpartner. Neben der individuellen Beratung und Hilfestellung durch Versichertenälteste sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Auskunftsund Beratungsstellen vermittelt die Deutsche Rentenversicherung Westfalen ein breites Wissen in Vorträgen und Seminaren, die auch regelmäßig in Ihrer Nähe stattfinden. Detaillierte Infos bietet dazu der Flyer „Vorträge und Seminare“ unter www.drv-westfalen.de. Auf dieser Internetsete sind zudem alle aktuellen Vorträge und Seminare nach Terminen und Regionen aufgelistet.