Engagiert sozial mitbestimmen

Nico ist Jugendwart im Fußballverein, Sabine Truppführerin bei der Freiwilligen Feuerwehr, Andrea und Matthias sind in der Selbstverwaltung der Rentenversicherung ehrenamtlich aktiv. Die Selbstverwaltung der Rentenversicherung mit Vertreterversammlung und Vorstand, deren Ausschüssen und den Versichertenberaterinnen und -beratern in den Landkreisen und Städten ist komplett ehrenamtlich organisiert. Arbeitnehmende und Arbeitgebende aus ganz Rheinland-Pfalz kommen hier zusammen, um in der Rentenversicherung mitzuwirken. 

Geld ist nicht das Motiv für ehrenamtlichen Einsatz, aber ein einfaches „Dankeschön“ und das gute Gefühl, für andere Menschen da zu sein. So ist das auch für Michael Mudersbach aus Herdorf. Er ist ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz. Die Menschen kennen ihn. Bei Fragen zu Reha und Rente hilft er gerne weiter: unkompliziert und mit viel Verständnis für die Situation des Einzelnen. „Ehrenamtlich arbeiten wollte ich schon immer. Das hier ist für mich genau richtig, denn ich kann Menschen in entscheidenden Lebenssituationen direkt weiterhelfen. Und dafür bekomme ich viel Dank. Das motiviert mich sehr.“ 

Beim Ehrenamt in der gesetzlichen Rentenversicherung geht es nicht nur darum zu helfen, sondern auch darum zu gestalten. Die Weichen zu stellen für individuelle Reha-Angebote in modernen Kliniken oder eine flächendeckende Auskunft und Beratung in Rheinland-Pfalz, gehört zu den Aufgaben der Mitglieder von Vertreterversammlung und Vorstand. „Das ist gut so, denn schließlich kommen die Gelder, die hierfür ausgegeben werden, aus den Beiträgen der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden“, sagt Franziska Bliewert, die in Mainz arbeitet und seit zwei Jahren Mitglied der Vertreterversammlung ist.

Selbstverwaltung in Zahlen:

135 Frauen und Männer engagieren sich in der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz.

20-mal im Jahr tagen Vertreterversammlung, Vorstand und die vorbereitenden Ausschüsse.

44 Personen arbeiten in den Ausschüssen von Vertreterversammlung und Vorstand mit.

38 Personen sind in 10 Widerspruchsausschüssen aktiv.

50 Sitzungen der Widerspruchsausschüsse finden jedes Jahr statt.

56 ehrenamtliche Versichertenberater/-innen sind für Versicherte und Rentner/-innen in Landkreisen und Städten vor Ort.

3.516 Anträge haben die Versichertenberater/-innen aufgenommen und…

9.365 Beratungen durchgeführt.

 

„Engagement aus Überzeugung“

Bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz ist Beate Petry Vorsitzende des Vorstands, Thomas Breuer Vorsitzender der Vertreterversammlung. Sie erklären, warum sie sich ehrenamtlich engagieren.

Beate Petry; Vorsitzende des Vorstands
Thomas Breuer, Vorsitzender der Vertreterversammlung

Frau Petry, seit diesem Sommer gehören Sie der Selbstverwaltung an. Wie ist Ihr erster Eindruck?

Petry: Hier wird sehr gute und professionelle Arbeit für die Menschen in Rheinland-Pfalz geleistet. Das Engagement der Mitarbeitenden und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen ist überall zu spüren. Ich freue mich, nun dazu beizutragen, dass wir mit der Selbstverwaltung der Rentenversicherung weiterhin erfolgreich und unternehmerisch arbeiten.

Herr Breuer, Sie sind schon lange dabei, nicht nur in der Vertreterversammlung, sondern auch als ehrenamtlicher Versichertenberater. Warum?

Breuer: Für mich ergänzt sich das: Hier kann ich den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei den wichtigen Themen Reha und Rente Gehör verschaffen. Und sie auch ganz persönlich unterstützen.

Frau Petry, Herr Breuer, was verbinden Sie mit der gesetzlichen Rentenversicherung?

Breuer: Ich zahle selbst ein und ich vertraue auf die Absicherung durch die Rentenversicherung. Aber nicht nur das: Sie ist wichtig für den sozialen Ausgleich in Deutschland. 

Petry: Das sehe ich ebenso. Und für mich steht die Rentenversicherung für eine starke Gemeinschaft, die Stabilität und Zuverlässigkeit auch in Krisen und bei großen Umbrüchen gewährleistet.

Herr Breuer, was liegt Ihnen für die nächsten Jahre besonders am Herzen?

Breuer: Ganz wichtig sind mir stabile Renten und die Weiterentwicklung unserer Reha-Angebote. Für die Mitarbeitenden wünsche ich mir, dass es gelingt, die demografischen Belastungen mit Digitalisierung und Modernisierung der Arbeit gut abzufangen.

Und Ihnen, Frau Petry?

Petry: Ergänzend möchte ich erwähnen, dass wir die eigenen Rehakliniken natürlich weiterentwickeln und konkurrenzfähig halten möchten. Und was mir ganz besonders am Herzen liegt: Unsere Mitarbeitenden müssen spüren, wie sehr wir sie und ihre Arbeit wertschätzen.

HIER  geht es direkt zu einem Interview mit den stellvertretenden Vorsitzenden von Vorstand und Vertreterversammlung, Myriam Lauzi und Dietmar Wenderoth.