Monika Stuhldreier, Teamleiterin Bereich
Rehabilitation, Deutsche Rentenversicherung
Rheinland-Pfalz
Monika Stuhldreier, Teamleiterin Bereich Rehabilitation, Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz



Online & Schnell


Wer seinen Antrag auf medizinische Rehabilitation über die OnlineDienste der Deutschen Rentenversicherung stellt, füllt den Antrag am Computer, Tablet oder Handy online aus, hängt den Befundbericht an und drückt auf „Senden“, erklärt Monika Stuhldreier, Teamleiterin des Bereichs Rehabilitation bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz. „Spätestens am nächsten Tag können wir den Antrag bereits bearbeiten. Zuerst wird digital geprüft, ob die erforderlichen Beitragszeiten vorliegen. Danach geht der Antrag auf digitalem Weg an die Ärzte, die die medizinische Seite in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen prüfen.“
 

»Kommt der Antrag online, ist das top.«

Monika Stuhldreier


Geben diese ihr Okay, sind es nur noch ein paar wenige Eingaben am Computer. Der Bescheid wird anschließend automatisch an den Versicherten versandt. „Jetzt informieren wir auch bereits die Rehaklinik, die sich nun um alles Weitere kümmert“, so Monika Stuhldreier. „Bis zur Aufnahme in die Rehaklinik kann es je nach Indikation unterschiedlich lange dauern. Darauf haben wir dann kaum noch Einfluss.“

Länger dauert es allerdings, wenn seitens der Rentenversicherung noch Unterlagen von Ärzten oder Krankenhäusern angefordert werden müssen. Denn dazu benötigt sie die Hilfe der Versicherten. Der Grund: Wenn Anträge online gestellt werden, darf die Rentenversicherung zwar alle vorhandenen Unterlagen an die Rehaklinik weiterleiten. Weitere Unterlagen bei Dritten darf sie aber nur mit einer zusätzlichen Einwilligungserklärung des oder der Versicherten anfordern.

Dazu müssen die Versicherten nochmals angeschrieben werden. Sie können sich dann selbst darum kümmern oder der Rentenversicherung die Einwilligung dazu geben. „Dieses Verfahren ist richtig und wichtig, denn bei aller Schnelle müssen wir doch immer die Sicherheit aller Daten gewährleisten“, so Stuhldreier.
 

Papierantrag nur mit Unterschrift

Wird der Reha-Antrag auf Papier gestellt, muss er erst einmal gescannt werden, bevor er in die digitale Bearbeitung geht. „Ein Reha-Antrag auf Papier ist außerdem zweimal zu unterschreiben“, erklärt Monika Stuhldreier. „Leider kommt es häufig vor, dass eine Unterschrift fehlt. Dann müssen wir alles noch mal per Post an den Versicherten zurückschicken. Es dauert dann schon um einiges länger, bis wir an die eigentliche Bearbeitung gehen können.“ Deshalb empfiehlt die Expertin: „Anträge immer online stellen!“

Hier geht es zu den Online-Diensten: www.eservice-drv.de oder www.deutsche-rentenversicherung.de/ onlinedienste
 

INFO: Antrag online stellen und Vorteile nutzen

  • Anträge können jederzeit und überall gestellt werden
  • Öffnungszeiten spielen keine Rolle
  • Wartezeiten gibt es nicht
  • Keine langen Postwege
  • In Corona-Zeiten nicht unwichtig: Persönliche Kontakte werden komplett vermieden
  • Keine Unterschrift erforderlich.
  • Absenden des Antrags ersetzt die Unterschrift.

55.000 Reha-Anträge pro Jahr gehen bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz ein. Jeder Antrag hat mindestens 20 Seiten. Werden die Anträge online gestellt, spart das Papier, ist umweltfreundlicher und nachhaltiger.