Jetzt mal ehrlich: Ein Kind oder viele?

„Mehrere Geschwister können einander unterstützen.“

Marie Maas hat drei Kinder im Kita- und Grundschulalter

Bei der Frage danach, wie viele Kinder für eine Familie optimal sind, spielt sicherlich die eigene Erfahrung eine große Rolle. Ich selbst habe einen zwei Jahre jüngeren Bruder, und in unserer Kindheit waren wir unzertrennlich. Langeweile kam bei uns nie auf, wir hatten immer etwas zu spielen – einer von uns hatte immer eine Idee. Meine Eltern gewannen so mehr Freiheit, da sie sich nicht ständig als Spielpartner zur Verfügung stellen mussten. So erlebe ich es mittlerweile auch bei meinen Söhnen. Die zwei Älteren sind beste Freunde, der Jüngste wird trotz des Altersunterschieds von vier und sechs Jahren sehr gut von beiden integriert. Ich hoffe sehr, dass das auch noch der Fall sein wird, wenn alle drei erwachsen sind, ich älter bin und vielleicht einmal Unterstützung brauche. Sich die Verantwortung für die Eltern teilen zu können, ist eine enorme Erleichterung für alle Beteiligten.

„Einem Einzelkind kann man viel mehr ermöglichen.“

Silke Mertins hat eine 16-jährige Tochter

Manchmal habe ich schon mit Neid auf die Familien geblickt, die mit zwei oder drei Kindern auf dem Spielplatz waren. Es sind immer Spielkameraden da. Doch für mich überwiegen die Vorteile, nur ein Kind zu haben. Ich kann meiner Tochter zeitlich und finanziell vieles ermöglichen, was mit mehreren Kindern nur schwer zu stemmen wäre. Ich habe immer Zeit zum Üben oder für Hausaufgaben. Wir können die Wochenenden und Ferien so verbringen, wie es ihren Interessen und Bedürfnissen entspricht. Kein anderes Geschwisterkind muss dafür zurückstecken. Ich kann mich optimal auf dieses eine Kind und sein Erwachsenwerden konzentrieren, ohne mich als berufstätige Mutter völlig zu verbiegen. Auch bei Betreuungsengpässen ist es von Vorteil. Drei Kinder unterzubringen ist viel schwieriger als eines. Deswegen ist ein Kind für mich genau richtig.

Wollen Sie Kinder?

Für die Studie wurden Menschen unter 30 Jahren befragt.