Katrin Renn, Umsetzungsberaterin rehapro, bei der Projektarbeit.
Katrin Renn, Umsetzungsberaterin rehapro, bei der Projektarbeit.



Raum für alternative Reha-Modellprojekte


Frau Renn, worum geht es bei dem Förderprogramm rehapro?

Ziel von rehapro ist es, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen dabei zu helfen, rascher und auch möglichst langfristig in ihren Beruf zurückzukehren. Über eine Laufzeit von fünf Jahren hinweg sollen mithilfe der Fördergelder Modellprojekte umgesetzt werden, in denen innovative Arten, Zugänge und Leistungsformen der Reha entwickelt und in der Praxis erprobt werden. Darüber hinaus geht es darum, die Zusammenarbeit sowie Vernetzung von Akteuren aus den Bereichen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation zu verbessern.

Wie ist das Förderprogramm entstanden?

Rehapro ist im Kontext des Bundesteilhabegesetzes BTHG entstanden. Gemäß dem BTHG sollen Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation durchgeführt werden. Um diesem gesetzlichen Auftrag gerecht zu werden, setzt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS das Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ um.

Welche Fördermittel stehen für wen zur Verfügung?

Von der Gesamtfördersumme von einer Milliarde Euro stehen im Zeitraum von 2018 bis 2025 für Projekte der Deutschen Rentenversicherung 500 Millionen Euro zur Verfügung, außerdem weitere 500 Millionen für Projekte der Jobcenter. Auch eine Kooperation von Jobcentern und Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung ist möglich.

Worin besteht Ihre Aufgabe als Umsetzungsberaterin rehapro?

Zunächst einmal haben die Rentenversicherungsträger vonseiten des BMAS ein Budget für die Einstellung eines Umsetzungsberaters rehapro erhalten. Unsere Aufgabe ist es, unseren jeweiligen Träger in allen Projektphasen, von der Entwicklung der Projektidee über die Antragstellung bis hin zur Durchführung des Projektes, zu unterstützen und zu beraten. Ich verstehe mich als eine Art Lotsin oder Bindeglied zwischen den jeweiligen Institutionen und koordiniere beispielsweise projektinterne Abstimmungsprozesse. Als Projektmanagerin leite ich außerdem Kooperationen mit geeigneten Verbundpartnern in die Wege und sorge dafür, dass ein regelmäßiger fachlich-inhaltlicher Austausch zwischen den beteiligten Rentenversicherungsträgern, Jobcentern, der Kontaktstelle und der Fachstelle rehapro stattfindet. Darüber hinaus unterstütze ich das Projektteam in den Bereichen Controlling, Qualitäts- und Ergebnissicherung.

Welche Herausforderungen bringt Ihre Stelle mit sich?

Die Abstimmung mit anderen Rentenversicherungsträgern und beteiligten Institu­tionen stellt in vielen Fällen eine besondere Herausforderung dar, denn die Projektpartner unterscheiden sich oftmals hinsichtlich ihrer Organisationsstrukturen und internen Zuständigkeiten.

Wie genau läuft das Projektantragsverfahren ab?

Im Rahmen des zweistufigen Antragsverfahrens reichen die Rentenversicherungsträger und die Jobcenter zunächst ihre Projektidee in Skizzenform ein. Nach positiver Rückmeldung gibt die Fachstelle rehapro eine Frist vor, bis zu der der Projektantrag einzureichen ist. Unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Fachstelle rehapro und des Beirats rehapro entscheidet das BMAS schließlich, ob das Projekt förderfähig ist. Mit Erhalt des positiven Zuwendungsbescheides kann der Antragsteller mit seinem Projekt beginnen. Erweisen sich die neuen Ansätze nach Abschluss des Projekts als erfolgreich, so dienen sie als Anhaltspunkte für künftige Reformen der bestehenden Vorschriften und gesetzlichen Regelungen.

Inwiefern wird sich die DRV Saarland am Programm rehapro beteiligen?

Die Deutsche Rentenversicherung Saarland plant, im Zuge der ersten Förderwelle an einem Projekt als Verbundpartner und an einem weiteren als Kooperationspartner mitzuwirken.

Wie wird am Ende ermittelt, ob das Projekt erfolgreich war und fortgeführt wird?

Bei allen rehapro-Projekten ist eine externe Institution involviert, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, statistische Auswertungen vornimmt und untersucht, ob das Projektziel erreicht wurde. Auf dieser Grundlage wird schließlich ermittelt, ob die Projektansätze flächendeckend übertragbar und damit zukunftsfähig sind. Bei Erfolg sind alle rehapro-Projekte auf Verstetigung angelegt. Daher wird es spannend sein zu beobachten, wie sie mit ihren innovativen Ideen und Ansätzen künftig die Reha-Landschaft zum Wohle der Versicherten weiterentwickeln und optimieren werden.

 

Zeitgemäßer Look für die HZV-Website

Vor Kurzem wurde die Website der Hüttenknappschaftlichen Zusatzversicherung (HZV) technisch und optisch aufbereitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die neue Website ist nun auch für die Darstellung auf Tablet und Smartphone geeignet und informiert über Beratungsmöglichkeiten, Beiträge und Leistungen wie auch gesetzliche Grundlagen der HZV und der Höchster Pensionskasse. Die HZV ist eine zusätzliche öffentlichrechtliche Rentenversicherung für Arbeitnehmer der eisenerzeugenden, -verarbeitenden und -weiterverarbeitenden Industrie im Saarland.

 

www.hzv-deutscherentenversicherungsaarland.de
Tel.: 0681 3093-0
Fax: 0681 3093-199
E-Mail: hzv@drv-saarland.de

Kontakt:

Katrin Renn, Umsetzungsberaterin rehapro
E-Mail: katrin.renn@ drv-saarland.de

 

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