Dr. Maja Bleckmann, Christian Scherz, Dr. Caterina Kausch und Dr. Christoph Freudenberg (v.l.n.r).
Dr. Maja Bleckmann, Christian Scherz, Dr. Caterina Kausch und Dr. Christoph Freudenberg (v.l.n.r).



Ehrgeizige Ziele

 

Wann wurde der Fachbereich Nachhaltigkeitsmanagement bei der Deutschen Rentenversicherung Bund ins Leben gerufen?
Dr. Caterina Kausch: Den neuen Fachbereich gibt es seit dem 1. Oktober 2021. Dabei ging es anfangs um die grundlegende Frage, welches Aufgabenspektrum ein noch zu gründendes Nachhaltigkeitsmanagement übernehmen sollte. Soziale und wirtschaftliche Aspekte der Nachhaltigkeit sind ja für die Deutsche Rentenversicherung nichts Neues: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Wiedereingliederung, Inklusion, Gleichstellung, Gesundheitsmanagement – in vielen Bereichen sind wir sehr weit. Wir haben bereits drei sehr allgemeine Nachhaltigkeitsziele formuliert: Wir wollen CO2-Neutralität bis 2030 erreichen, unseren Ressourcen verbrauch reduzieren und eine nachhaltige Beschaffung einführen. Diese Ziele konkretisieren wir derzeit, anschließend werden wir sie partizipatorisch, also gemeinsam mit den Mitarbeitenden, umsetzen und darüber berichten.

Treibhausgasneutralität bis 2030 – wie kam es zu diesem ehrgeizigen Ziel?
Christian Scherz: In den Fokus gerückt wurde das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit im Sommer 2019. Damals hatten Kolleginnen und Kollegen ein Netzwerk gegründet, um das Thema Nachhaltigkeit im Haus voranzutreiben. Im Dezember 2020 haben wir die erste Erklärung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex veröffentlicht. Diese beinhaltete auch erste Kennziffern zum CO2-Verbrauch der Deutschen Rentenversicherung Bund. Auf dieser Basis haben wir das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2030 formuliert.

Wo wird der neu gegründete Fachbereich ansetzen, um das Ziel zu erreichen?
Dr. Caterina Kausch: Natürlich spielt der Papierverbrauch bei der Ressourcenschonung eine wichtige Rolle. Die großen Hebel, um CO2 zu reduzieren, liegen jedoch in der Energiebeschaffung und -­erzeugung sowie der Mobilität. Wir versuchen, das große Ganze zu überblicken und uns aus dieser Perspektive zu fragen, wie wir als Haus CO2-Neutralität erreichen, unseren Ressourcenverbrauch reduzieren und nachhaltig beschaffen können.

Was wird aus dem Nachhaltigkeitsnetzwerk, wo es doch jetzt eine eigene Fachstelle gibt?
Dr. Christoph Freudenberg: Das Nachhaltigkeitsnetzwerk ist wichtiger als je zuvor. Wir treffen uns regelmäßig, um das Thema Nachhaltigkeit auf Arbeitsebene voranzutreiben. Daran beteiligen sich mehr als 30 Mitarbeitende aus ganz verschiedenen Abteilungen, darunter auch unser Direktor, Dr. Stephan Fasshauer. Das Netzwerk wirkt als Botschafter der Nachhaltigkeitsidee in das Haus hinein. Aber es ist auch Ideenschmiede, indem Mitarbeiter auf den Treffen eigene Nachhaltigkeits-Impulse einbringen.

Welche zum Beispiel?
Dr. Maja Bleckmann: Manche Mitarbeitende machen sich Gedanken um den ökologischen Fußabdruck unserer Werbemittel, andere um die Begrünung der Außenanlagen, wieder andere um den Artenschutz. Auf diese Weise kommen viele gute Ideen und viele kleine und große Schritte in Richtung Nachhaltigkeit zusammen. Im September 2021 haben wir uns zum Beispiel an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit beteiligt. Wir haben eine Sammelaktion für ausgediente Privathandys gestartet. Die Geräte werden aufgearbeitet und wieder verkauft oder recycelt, der Erlös kommt dem Insektenschutz zugute.

 

Am 1. Oktober 2021 hat die Deutsche Rentenversicherung Bund den Fachbereich Nachhaltigkeitsmanagement ins Leben gerufen.