Søren Schaller beim Sichten des Materials.
Søren Schaller beim Sichten des Materials.



„Bestimmte Momente bleiben in Erinnerung“

 

 

Søren Schaller ist in Leipzig aufgewachsen,
studiert hat er an der Hochschule Mittweida.
Der 32-Jährige arbeitet als Regisseur von
Werbefilmen und Musikvideos für Kunden wie Mercedes-Benz, Adidas sowie das Bundesministerium des Inneren, die Berliner Verkehrsbetriebe und den Zentralverband des
Deutschen Handwerks.


Sie haben im Lauf Ihrer Karriere Musikund Werbefilme für Kool Savas, Adidas oder Toom gedreht. Was hat Sie am Projekt der Deutschen Rentenversicherung gereizt?
Ich finde es sehr spannend, Menschen zu begegnen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Das können Künstler, Sportler oder auch Menschen sein, die ganz bestimmte, emotionale Momente in ihrem Leben erlebt haben. Für jedes meiner vergangenen Projekte habe ich einen anderen inhaltlichen Zugang. Bei den Filmen für die Deutsche Rentenversicherung reizte mich besonders die Arbeit mit Menschen, die vorher noch nie vor der Kamera gestanden haben. Und dazu der Blick in die Wohnzimmer oder Arbeitsplätze. Tatsächlich schreibt das echte Leben die spannendsten Geschichten.

Was wollten Sie mit den Filmen zeigen?
Die Filme sollen Beispiele aus der Praxis zeigen, in denen die Unterstützung durch die Deutsche Rentenversicherung im Krankheitsfall zugesichert wurde. Die Idee war es, die Geschichten unserer Prota­gonisten mithilfe von Interviews und Momenten aus ihrem Privat- oder Berufsleben zu erzählen. Der Zuschauer soll dadurch einen intimen und emotionalen Einblick aus dem Leben unterschiedlicher Menschen und deren Erfahrungen mit der Deutschen Rentenversicherung bekommen.

 

»Das echte Leben schreibt die spannendsten Geschichten. «

Søren Schaller, Regisseur
 

Søren Schaller mit Creative Director Michael Johne.

Wie lange dauerte die Realisierung eines solchen Imagefilms von der Idee bis zur Fertigstellung?
Die Konzeptionsphase solch eines Projektes kann mitunter Monate in Anspruch nehmen. Das ist aber in den meisten Fällen die Aufgabe der Kreativagentur – in diesem Fall Serviceplan aus Berlin. Meine Arbeit beginnt erst ab dem Zeitpunkt, wo der Kunde das Projekt in Produktion gibt. Die Umsetzung dauert von der Idee bis zur Fertigstellung durchschnittlich zwischen vier und zwölf Wochen. In diesem Fall waren allerdings die Drehzeiträume der Filme über ein halbes Jahr verteilt. Wir haben blockweise jeweils rund zwei bis drei Wochen an den einzelnen Filmen gearbeitet. Da wir mit unserem Konzept sehr dokumentarisch und in einem kleinen Team unterwegs waren, beliefen sich die Dreharbeiten auf jeweils zwei Tage pro Protagonist. Im Anschluss sind wir dann in der Postproduktion und Fertigstellung die restlichen zwei Wochen beschäftigt.

Mit welchen Herausforderungen hatten Sie während der Drehs zu tun?
Es ist selten, dass Filmprojekte komplett reibungslos verlaufen. Es kommt auch immer darauf an, welche Art von Filmen man dreht. Manchmal habe ich bei großen Drehs fast 100 Leute am Set, manchmal Feuer, manchmal aber auch Kinder und Tiere gleichzeitig vor der Kamera – das sind Herausforderungen in unterschiedlichen Dimensionen. Bei den Filmen für die Deutsche Rentenversicherung war die Herausforderung, dass die Themen sensibler und intimer waren. Wir hatten aber großes Glück: Wir wurden bei allen herzlich empfangen und ich konnte problemlos in die Leben der Protagonisten eintauchen. Sie haben uns sehr mit ihren Ideen und Geschichten unterstützt, sodass wir eine tolle und entspannte Zeit hatten. Generell ist es aber immer eine besondere Herausforderung, mit Laien zu arbeiten, die vorher noch nie vor einer Kamera standen oder ein Mikrofon vor der Nase hatten. Aber genau das ist meine Aufgabe: den Menschen ein gutes und sicheres Gefühl zu geben.

Welche der Geschichten hat Sie besonders berührt? Warum?
Der Moment ist mir noch sehr in Erinnerung geblieben, als unsere junge Mutter Madlen erzählt hat, dass sie aufgrund ihres Bandscheibenvorfalls ihr Baby nicht mehr aus dem Kinderbett heben konnte. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Umso erleichternder empfand ich den positiven Ausgang.
 

Die Kampagne

Nach dem Bandscheibenvorfall: Mama Madlen
kann ihr Baby wieder halten.

Unter dem Hashtag #einlebenlang erzählen Menschen, wie ihnen die gesetzliche Rentenversicherung in schwierigen Lebenslagen geholfen hat.
Ihre Geschichten werden unter www.deutsche-rentenversicherung.de/einlebenlang gezeigt.