Anton Sommer, stellvertretender  Geschäftsführer des mitteldeutschen Regionalträgers, startet die
Videoberatung.
Anton Sommer, stellvertretender Geschäftsführer des mitteldeutschen Regionalträgers, startet die Videoberatung.



Beratung per Video

 

Ein Schritt in ein „völlig neues Beratungszeitalter“ sei der neue Service des mitteldeutschen Regionalträgers, erklärte Anton Sommer am 7. November 2018. An diesem Tag gab der stellvertretende Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland in Eisenach den Startschuss für den Einsatz eines Videoberatungssystems. Hiermit können sich derzeit im Rahmen eines ersten Tests Versicherte per Videoschaltung beraten lassen. Besonders gut geeignet ist dies für diejenigen, die spontan und ohne Termin eine Auskunft wünschen.

Liveschaltung macht’s möglich

Während der Ratsuchende in der Eisenacher Beratungsstelle nach der Registrierung am Empfang in einem eigens dafür hergerichteten Raum Platz nimmt, wird ihm eine Beraterin aus der Auskunfts- und Beratungsstelle Suhl live auf einem großen Touchscreen-Bildschirm zugeschaltet. „Das Beratungsgespräch erfolgt dann so, als ob man sich persönlich gegenübersitzt“, erklärt Anke Weitz als zuständige Arbeitsgruppenleiterin dieser neuen Beratungsform. „Beide Seiten können sich ganz normal und gut verständlich miteinander unterhalten. Sogar das gemeinsame Ausfüllen von Antragsformularen ist möglich“, erläutert sie die Vorzüge des Systems. Im Beratungsraum befindet sich direkt neben dem Ratsuchenden ein kombinierter Drucker und Scanner. So kann der Versicherte beispielsweise mitgebrachte Unterlagen einscannen, die der Beraterin sogleich angezeigt erden. Ist von ihr schließlich alles fertig aufgenommen, kann sie per Knopfdruck aus Suhl die Antragsformulare beim Versicherten auf dem Drucker in Eisenach ausdrucken. „Nun nötigenfalls nur noch eine Unterschrift, die Formulare am Empfang in Eisenach abgeben, und schon ist es geschafft.“
Anke Weitz zählt weitere Vorteile des Systems auf: etwa die Möglichkeit, den Versicherten an den Arbeitsschritten teilhaben zu lassen, indem ihm der Bildschirm der Beraterin auf dem Monitor dargestellt wird. Damit kann  der Ratsuchende direkt alles selbst mitverfolgen und auf bestimmte Sachverhalte hingewiesen werden. Zudem kann er während der Aufnahme eines Antrags die Fragen mitlesen und geich beantworten. Der Eisenacher Beratungsraum bietet Platz für zwei Personen, sodass Versicherte auch bequem mit ihrem Partner, einem Betreuer oder einem Dolmetscher die Videoberatung in Anspruch nehmen können.

Bei der Beratung per Video profitieren
Versicherte ortsübergreifend von der Fachkompetenz der Rentenberater.

Flächendeckender Ausbau geplant

Der Regionalträger beabsichtigt, nach erfolgreichem Testlauf diese Form der Beratung in weiteren Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens auszubauen. „Hiermit können wir unsere Berater flexibler einsetzen und eventuell auftretende Beratungsengpässe an bestimmten Standorten besser kompensieren“, erklärt Anton Sommer. Zudem hätten bereits einige Städte und Gemeinden Interesse signalisiert, das System auch in ihren Stadtverwaltungen, Gemeinde- oder Landratsämtern zu installieren. Hier würde dann jeweils ein Raum für diese Beratungen eingerichtet. Mitarbeiter aus unterschiedlichen Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland könnten die Videoberatung für diese Orte übernehmen. „Wir werden prüfen, wo wir das Videoberatungssystem in naher Zukunft zusätzlich mit anbieten können“, macht der stellvertretende Geschäftsführer Hoffnung auf zusätzliche, moderne Service-Angebote beim Regionalträger.

Tipp: Nutzen Sie auch unsere Online-Terminvereinbarung und unsere Online- Services unter: www.deutsche-rentenversicherung-mitteldeutschland.de.

 

Gefragte Ausbildungen

Die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland verzeichnete auch 2018 reges Interesse an ihren Ausbildungsangeboten. Dem Regionalträger lagen zum Bewerbungsschluss rund 1.500 Bewerbungen für die  Berufsausbildung und die zwei Studiengänge vor. Nach Abschluss der Bewerberverfahren werden insgesamt 81 junge Leute die Chance bekommen, ihre Berufsausbildung oder ihr Studium aufzunehmen. Ausbildungsstart für die Nachwuchskräfte ist im August/September 2019. Auch im Jahr 2020 plant der Regionalträger wieder Azubi-Neueinstellungen. Bewerbungen dafür sind ab Mai nächsten Jahres möglich. 

 

Haushaltsetat beschlossen

Die Vertreterversammlung verabschiedete am 4. Dezember 2018 den Haushalt des mitteldeutschen Regionalträgers für 2019. Das Haushaltsvolumen beträgt 30,8 Milliarden Euro. Größter Ausgabenposten sind mit 28 Milliarden Euro die Rentenzahlungen. Für Leistungen zur Teilhabe wurden 429 Millionen Euro eingeplant, für Verwaltungs- und Verfahrenskosten 295 Millionen Euro. Auf Einnahmenseite stehen 13 Milliarden Euro Beiträge, 6,4 Milliarden Euro an Bundeszuschüssen und 9,2 Milliarden Euro aus dem Finanzverbund.