Die Macht der Vielfalt

 

 

Staatsministerin Annette WidmannMauz (links) überreicht Gundula Roßbach (rechts), Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, die „Charta der Vielfalt“.


Wie fühlt es sich an, mit einer Sehbehinderung am Computer zu arbeiten? Oder mit einem Tinnitus im Ohr einer Teambesprechung zu folgen? Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund erleben Führungskräfte in speziellen Workshops mit Simulationsbrillen und Tinnitussimulatoren, was es bedeutet, mit einer Behinderung den beruflichen Alltag zu bewältigen. Zusätzlich erzählen betroffene Mitarbeitende beispielsweise, welche Belastung die Pflege von Angehörigen mit sich bringt.
 

90 Prozent der Belegschaft der Deutschen Rentenversicherung Bund unterstützen Vielfalt als Unternehmenswert. Das ergab eine Befragung unter rund 20.000 Mitarbeitenden.


„Vielfalt, Wertschätzung und Toleranz spielen schon lange eine wichtige Rolle. Daher ist die Deutsche Rentenversicherung Bund 2020 der „Charta der Vielfalt“ beigetreten“, erläutert Diana Jäger aus der Personalgewinnung in der Deutschen Rentenversicherung Bund. Sie ist eine Selbstverpflichtung, sich für Chancengleichheit und ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld einzusetzen. „Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass alle, die bei uns arbeiten, sich wohlfühlen“, sagt Paul Grosch, der in der Personalabteilung der Deutschen Rentenversicherung Bund für Diversität und Inklusion zuständig ist. „Es muss selbstverständlich sein, mit allen Menschen zusammenzuarbeiten, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder gesundheitlicher Verfassung.“ Der Öffentliche Dienst habe eine wichtige Vorbildfunktion.
 

Schon jetzt gut aufgestellt

In vielen Bereichen ist die Deutsche Rentenversicherung Bund schon heute gut aufgestellt. So sind 72 Prozent der Beschäftigten Frauen, die auch auf der Führungsebene sehr gut vertreten sind. 12,5 Prozent der Belegschaft sind Menschen mit einer Behinderung – mehr als doppelt so viele wie nach dem Bundesteilhabegesetz verpflichtend wäre. Im Jahr 2020 wurde zudem ein „Regenbogennetzwerk“ gegründet, um gleichgeschlechtliche Lebensformen sichtbarer zu machen. Auch um Personal mit Migrationshintergrund wurde konkret geworben – mit Erfolg. Die Bewerbungen sind deutlich gestiegen. „Unser Anspruch ist, auch weiterhin als Vorbild zu dienen“, sagt Paul Grosch.