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Gut informiert, alles parat

Die eigene Rente rückt näher? Damit der Übergang in den Ruhestand möglichst reibungslos läuft, lässt sich vieles schon ein paar Jahre früher vorbereiten. Dabei hilft die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg – online sowie vor Ort in den Regionen.

Eine Dame schaut lächelnd in die Kamera.
Darum sollten Sie diesen Artikel lesen:

Der Artikel erklärt, wie man den Renteneintritt frühzeitig planen und sich auf den Ruhestand vorbereiten kann. Man erfährt, welche Auswirkungen Teilzeit, Arbeitslosigkeit oder eine Abfindung auf die spätere Rente haben können.

Text: Imke Rosebrock
Rente
Baden-Württemberg
03/2026

Wann kann ich frühestens in Rente gehen und mit wie viel Geld ist dann zu rechnen? Wie wirkt es sich auf meine Alterseinkünfte aus, wenn ich in den letzten Jahren des Berufslebens in Teilzeit arbeite, mich abfinden lasse oder gar arbeitslos werde? „Je näher der eigene Ruhestand rückt, umso zahlreicher werden die Fragen der Versicherten“, sagt Nathalie Höfler von der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV BW). Die 34-Jährige kennt aus ihrem Beratungsalltag in der Außenstelle Göppingen der DRV BW die konkreten Anliegen der Generation 60plus. Eine Basisinformation, so Höfler, liefere ein Blick in die Rentenauskunft: Diese erhalten Versicherte ab 55 Jahren alle drei Jahre zugesandt. Sie zeigt – im Gegensatz zur knapper gehaltenen jährlichen Renteninformation – eine mehrseitige detaillierte Übersicht über anrechenbare Versicherungszeiten und geleistete Beiträge. „Wer hier mit Anfang 60 möglicherweise noch Lücken hat, etwa für Zeiten eines weit zurückliegenden Studiums, kann jetzt schon die erforderlichen Nachweise besorgen, um die fehlenden Daten zu vervollständigen“, erklärt Höfler. Wer hingegen erst im Zusammenhang mit dem Rentenantrag beginnt, noch offene Versicherungszeiten zu klären oder beispielsweise die Anrechnung von Kindererziehungszeiten zu beantragen, muss im Zweifel mehr Zeit einplanen, bis die korrekte Rentenhöhe berechnet und der Antrag bewilligt werden kann, so die Expertin.

Übrigens: Einen besonders komfortablen Zugang zu den eigenen Versichertendaten bietet der persönliche Bereich unter „Mein Kundenportal“ auf der Website der DRV BW. Nach der Anmeldung mit Rentenversicherungsnummer und Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion lassen sich hier Dokumente sicher hochladen, Leistungen beantragen oder Nachrichten zu einem Vorgang über ein ePostfach austauschen. Alternativ und ohne Registrierung ermöglichen es die Online-Services der DRV, einzelne elektronische Anträge (eAntrag) zu stellen, Nachweise einzureichen oder Informationen anzufordern. Hier finden sich auch Rechner zu Rentenbeginn und -höhe. Darüber hinaus hält die DRV-BW-Website umfassende Informationen, Termine für Vorträge in der Region sowie Broschüren unter anderem zum Thema Altersrente bereit.

Drei Personen sitzen zusammen am Tisch und führen ein Gespräch über wichtige Dokumente.

Frühzeitig planen ab 55+

Die im Rahmen einer Kontenklärung aktualisierten Einträge zeigen, ob überhaupt ein Rentenanspruch erreicht wird, ab wann ein Renteneintritt möglich wäre und ob gegebenenfalls mit Abschlägen zu rechnen ist. „Mit diesen Daten können Versicherte dann gut informiert entscheiden, wie der Übergang in den Ruhestand aussehen soll“, erläutert Matthias Fuchs vom Team Fachberatung der DRV BW. Von hundert auf null oder doch eher gleitend? „Wer möchte, kann weiter arbeiten und in der Regel unbegrenzt dazuverdienen“, führt er aus. Ob dabei weiterhin Beiträge für die Renten- oder Arbeitslosenversicherung fällig werden oder ein Anspruch auf Krankengeld besteht, hängt vom Alter ab oder auch davon, ob eine Teil- oder Vollrente in Anspruch genommen wird, so Fuchs. „Hier ist eine individuelle Einschätzung sinnvoll und auch ein frühzeitiges Gespräch mit dem Arbeitgeber zu empfehlen.“

Ein weiteres Stichwort, auf das Beraterinnen und Berater wie Nathalie Höfler und Matthias Fuchs von den Versicherten inzwischen häufiger angesprochen werden, ist die sogenannte Aktivrente, die seit diesem Jahr gilt: Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, kann monatlich bis zu 2.000 Euro steuerfrei verdienen. „Die Aktivrente ist jedoch keine weitere Rentenart und somit keine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern eher ein Steuerbonus. Bei Fragen hierzu sind die Finanzämter zuständig“, erklärt Fuchs.

So manches Unternehmen macht älteren Arbeitnehmenden Angebote für einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Betrieb, etwa über Abfindungen oder Ähnliches. „Da geht es oft um komplexe Sachverhalte. Es ist durchaus ratsam, sich vor einer Entscheidung über die rentenrechtlichen Auswirkungen der angebotenen Lösungen beraten zu lassen“, sagt Nathalie Höfler.

Für eine kompetente Unterstützung ist die DRV BW mit 20 Regionalzentren und Außenstellen wie in Göppingen im ganzen Bundesland wohnortnah erreichbar. Auch Telefon- und Videotermine sind möglich. „Zu Themen, die in den Bereich Krankenversicherung, Steuer- oder auch Arbeitsrecht fallen, können wir keine verbindlichen Auskünfte erteilen“, betont Nathalie Höfler. „Doch unsere Beraterinnen und Berater sind sehr erfahren und geben wertvolle Hinweise, was alles zu beachten ist, um sich bestmöglich auf den baldigen Renteneintritt vorzubereiten.“

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