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Ein Urgestein der Beratung

Wolfgang Felski (76), seit 1986 Versichertenberater für den Landkreis Kehlheim

Darum sollten Sie diesen Artikel lesen:

Der Artikel zeigt anschaulich, wie Versichertenberater Menschen bei komplexen Rentenfragen unterstützen und damit Unsicherheiten abbauen.

Interview: Wolfgang Felski
Rente
Bayern
01/2026

Wie sind Sie Versichertenberater geworden? 
Neben meiner beruflichen Tätigkeit im technischen Controlling war ich unter anderem viele Jahre als ehrenamtlicher Sozialrichter tätig, was mir entsprechende Kenntnisse verschafft hat. Zudem gehöre ich zur Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, die Versichertenberater für die Rentenversicherung vorschlägt. Es wurde gefragt, wer sich bereit erklärt, und ich habe mich gemeldet. 

Wo beraten Sie und wie läuft eine typische Beratung ab? 
Es gibt keine räumliche Einschränkung. Ich berate grundsätzlich jeden, der sich bei mir meldet. In der Regel führe ich ein Erstgespräch am Telefon und schicke dem Versicherten danach Vordrucke zum Ausfüllen. Er schickt sie mir zurück und ich übernehme die Daten in den elektronischen Antrag – mit Papier arbeite ich gar nicht mehr. Danach bekommt der Antragsteller den Antrag zum Korrekturlesen und anschließend schicke ich ihn an die DRV. 

Wie viele Beratungen führen Sie pro Jahr durch und wie viele Anträge nehmen Sie auf? 
Das ist recht unterschiedlich und variiert im Jahresverlauf. Im Schnitt sind es bis zu 250 Beratungen pro Jahr und rund 80 Anträge. 

Was macht Ihnen dabei Freude? 
Ich lege viel Wert auf die Gespräche und mag den Umgang mit Menschen. Gerne berate ich auch zu sozialen Aspekten, die über die Rente hinausgehen, wenn es sich anbietet. 

Welche Rückmeldung bekommen Sie von den Versicherten? 
Die Menschen sind froh, jemanden an der Seite zu haben, der sich auskennt. Die wenigsten wissen schon alles von A bis Z. Viele stellen mittlerweile selber einen elektronischen Antrag, wissen aber bei bestimmten Fragen doch nicht weiter. Der Teufel steckt im Detail.