Kurze Wege, große Hilfe
Die Versicherungsämter in den Kommunen helfen bei der Rentenantragstellung und ergänzen das Angebot der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg
Der Artikel macht deutlich, wie wichtig die Versicherungsämter als Bindeglied zwischen Bürgern und Rentenversicherung sind. Leser erfahren, welche Hilfen sie bei Rentenanträgen in Anspruch nehmen können.
Welche Formulare sind nötig für meinen Rentenantrag? Fehlen womöglich noch Nachweise und wenn ja, wo bekomme ich die nun her? „Wir können schon am Telefon mit den Versicherten klären, was an Unterlagen benötigt wird, damit der persönliche Termin dann bestmöglich vorbereitet ist“, sagt Marika Geißert. Die Verwaltungsangestellte der Stadt Bruchsal ist seit mehr als 20 Jahren in der Rentenstelle ihrer Kommunalverwaltung tätig und damit eine wichtige Ansprechperson für viele Bürgerinnen und Bürger ihrer Stadt, wenn es um Rententhemen geht. „Anträge auf Alters-, Hinterbliebenen- oder auch Erwerbsminderungsrenten können wir vor Ort aufnehmen und über eine eigene Softwareanbindung gleich bei der Deutschen Rentenversicherung einspielen“, sagt Geißert. Für die Bearbeitung sowie Bewilligung der Anträge ist und bleibt der Rentenversicherungsträger zuständig. „Aber wir sammeln ein, leiten weiter und zeigen den Weg. Dafür sind die Menschen sehr dankbar“, so Geißerts langjährige Erfahrung.
Rundum im Land erreichbar
„Gerade für jene, die nicht mehr gut zu Fuß sind oder aus anderen Gründen lieber am Heimatort einen Kontakt wünschen, sind die Rentenstellen und Bürgerbüros der Kommunen eine wichtige Institution“, weiß auch Laura Feldmann vom Beratungszentrum Karlsruhe. „Zudem kann auch unsere eigene Sachbearbeitung dank der Vorarbeit der Kommunen die Anträge schneller bearbeiten“, stellt die Beraterin fest.
Ein zusätzlicher Anlaufpunkt bei Sozialversicherungsthemen zu sein gehört zum Auftrag der Kommunal- und Gemeindeverwaltungen. Sie ergänzen damit den breiten Service der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV BW), die mit großen Beratungszentren in Karlsruhe und Stuttgart sowie ihren Regionalzentren und deren Außenstellen an insgesamt 20 Standorten in Baden-Württemberg für ihre Versicherten da ist. Rund 120 ehrenamtliche Versichertenberaterinnen und -berater der DRV BW sorgen zusätzlich für eine gute Erreichbarkeit vor Ort. Sie werden ebenso wie die Mitarbeitenden der Verwaltung von Laura Feldmann und ihren Kolleginnen und Kollegen mit Seminaren, Tagungen und Infoschreiben auf dem Laufenden gehalten. „Zudem haben wir bei Fragen einen direkten Draht zur Rentenversicherung“, betont Marika Geißert. „Damit wird ein kommunales Angebot möglich, das gerne angenommen wird.“