Reha wirkt!
Mit einer Investition von einem Euro in die Rehabilitation kann innerhalb von zwei Jahren ein gesellschaftlicher Nutzen von fünf Euro erzielt werden. Die Deutsche Rentenversicherung Bund gestaltet hierfür digitale Angebote mit.
Lesen Sie den Artikel, um zu erfahren, warum Rehabilitation wirkt, sich volkswirtschaftlich lohnt und wie digitale Angebote die Reha der Zukunft gestalten.
Gesund leben und arbeiten, das wird in einer immer komplexeren Arbeitswelt zur Herausforderung – häufig mit Auswirkungen auf Gesundheit und Erwerbsfähigkeit. Damit es nicht so weit kommt, bietet die Deutsche Rentenversicherung Reha-Leistungen für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen im Arbeitsleben an, um so die berufliche und soziale Teilhabe zu erhalten oder wiederherzustellen. Im Jahr 2024 nahmen mehr als eine Million Menschen eine medizinische Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung wahr. Die Rehabilitation der Rentenversicherung besitzt allein deshalb eine hohe gesellschaftliche Relevanz.
Auf europäischer Ebene wird die Reha zu den „sozialen Investitionen“ gezählt; man nimmt an, dass sie nachhaltiges und integratives Wachstum fördert. Dies belegt auch eine neue Studie der Deutschen Rentenversicherung. Sie besagt, dass jeder investierte Euro in die Rehabilitation bereits im ersten Jahr einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von bis zu zwei Euro bringt, nach zwei Jahren sind es schon bis zu fünf Euro. Die Deutsche Rentenversicherung hat anhand innovativer statistischer Methoden und auf Basis ihrer eigenen Daten die Wirksamkeit der Reha untersucht. Das Ergebnis: Bereits kurz nach der Reha zeichnet sich ein positiver Effekt auf die Wahrscheinlichkeit einer Beschäftigung ab. Sechs bis zwölf Monate später wird die Beschäftigungsquote um bis zu 20 Prozentpunkte verbessert. Das hat innerhalb kurzer Zeit hohe Effekte auf die Bruttowertschöpfung in Deutschland. „Die Reha der Rentenversicherung ist somit wirksam und lohnt sich volkswirtschaftlich“, so Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund).
„In der medizinischen Rehabilitation eröffnet die Digitalisierung neue Wege.“
Hans-Werner Veen,
Vorsitzender des Vorstands der DRV Bund
Reha digital
Um dieses Erfolgsmodell weiterzuentwickeln und noch flexibler zu gestalten, setzt sich die Selbstverwaltung der DRV Bund für digitale Lösungen ein. „In der medizinischen Rehabilitation eröffnet die Digitalisierung neue Wege, um Zugänge zu vereinfachen und therapeutische Inhalte besser mit der Lebenswelt der Menschen zu verknüpfen“, sagt Hans-Werner Veen, Vorsitzender des Vorstands der DRV Bund. Die Rehabilitation müsse da ankommen, wo die Menschen sind – auch digital. Die Praxis zeigt: In der Prävention und der Reha-Nachsorge sind digitale Angebote bereits seit Längerem erfolgreich etabliert. Neue Angebote, wie zum Beispiel eine digital flexibilisierte medizinische Rehabilitation (DigiFlexReha), die ganztägig ambulante beziehungsweise stationäre und digitale – also ortsunabhängige – Phasen kombiniert, wurden erprobt und werden aktuell evaluiert. Auch baut die DRV Bund einen Forschungsschwerpunkt zur Digitalisierung in der medizinischen Reha in Kooperation mit zwölf Rentenversicherungsträgern auf. Die bei der Sozialwahl gewählten Ehrenamtlichen in der Selbstverwaltung der DRV Bund gestalten den digitalen Wandel aktiv mit und leisten einen wichtigen Beitrag für eine moderne, patientenorientierte Versorgung und die Solidargemeinschaft. Investitionen in Rehabilitation schaffen einen messbaren Mehrwert – sowohl für die Menschen selbst als auch für die Gesellschaft insgesamt.
Mehr Informationen zum Thema:
Report „Wirksamkeit und volkswirtschaftlicher Nutzen der Rehabilitation in Deutschland“